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Visuelle Identität entwickeln: der praktische Leitfaden.

Entdecke, wie wichtig die visuelle Identität ist, wie du sie entwickelst oder optimierst und welchen Nutzen sie für ein Unternehmen hat – in diesem Artikel, verfasst von einem Team erfahrener Grafikdesigner.

Logo multicolore dit « HYPE »

Definition der visuellen Identität.

Als fester Bestandteil der Markenidentität legt die visuelle Identität die visuellen Orientierungspunkte fest, anhand derer Verbraucher eine Marke erkennen und verfolgen können. Sobald die visuelle Identität entwickelt ist, kann das Unternehmen sein Corporate Design Manual erstellen – einen praktischen Leitfaden dafür, wie die visuellen Elemente der Marke eingesetzt werden. Dieses ausführliche Regelwerk enthält Anweisungen zu Schriftarten und Markenfarben, aber auch zum Logo, das das zentrale Element ist.

Die Identität deiner Marke entwickeln

Was macht eine visuelle Identität aus?

Für maximale Wirksamkeit sollte die visuelle Identität deiner Marke dein Tätigkeitsfeld, die Werte deines Unternehmens sowie seine Mission und seine Geschichte widerspiegeln. Die folgenden Elemente musst du unbedingt ausarbeiten, wenn du deine visuelle Identität entwickeln möchtest:

Als Schlussstein der visuellen Identität eines Unternehmens ist das Logo der unmittelbarste Weg, um bei Verbrauchern einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Es sollte die ganze Komplexität deines Unternehmens auf einen Blick vermitteln und dabei klar, leicht wiedererkennbar und attraktiv sein.

Illustration de logos géométriques

Der Markenname.

Auch über den Namen einer Marke und über ihre Typografie können Verbraucher sie „kennenlernen“ und ihr Tätigkeitsfeld entdecken. Für sie ist das also eine Gelegenheit, sich ein Bild von dieser Tätigkeit und von der Botschaft zu machen, die die Marke vermittelt. Für das Unternehmen ist es außerdem ein sehr wirksames Mittel, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Die Typografie.

Typografien repräsentieren die verschiedenen Schriftstile und lassen sich in fünf Kategorien einteilen:

  • Serifenschriften sind Schriften, deren Buchstaben an der Basis eine Art kleine Sockel (Serifen) haben, die verhindern sollen, dass die Buchstaben von links nach rechts schwanken (Times New Roman).
  • Serifenlose Schriften haben diese Ausläufer dagegen nicht (Helvetica).
  • Handschriften imitieren das Schreiben von Hand (Lucida Handwriting).
  • Dekorative Schriften bieten ein sehr aufwendiges oder originelles Design (Treasury).
  • Festbreitenschriften (Monospace) fassen schließlich die Schriftfamilien zusammen, bei denen jeder Buchstabe und jedes Zeichen gleich breit ist (Lucida Console).

Die Schriftarten.

Für bessere Lesbarkeit solltest du bei der Wahl deiner Schriften zurückhaltend sein und dekorative Schriften für Titel, deinen Markennamen oder deine Signatur reservieren. Manche Marken entwickeln sogar eigens neue Schriftarten für die Anforderungen ihrer visuellen Kommunikation. Mit einer einzigartigen Schrift fügst du deiner visuellen Identität ein zusätzliches grafisches Element hinzu und machst sie noch leistungsfähiger.

Illustration multicolore sur arrière-plan noir dit « we are all different »

Die Farbpaletten.

Farben sind ein hervorragendes Mittel, um eine Botschaft wirkungsvoll zu vermitteln. Am besten wählst du vier bis fünf Farben aus, um keinen uneinheitlichen Eindruck zu erwecken und dich dennoch von der Konkurrenz abheben zu können. Lege zwei Primärfarben (für dein Logo) und zwei oder drei Sekundär- oder Tertiärfarben fest, die du für deine Kommunikationsmittel verwendest. Informiere dich natürlich auch über die Symbolik der Farben, damit du deine Farben strategisch auswählst.

Die Signatur.

Wir sind sicher, dass du manche Werbesignaturen auswendig kennst. Die besten Kreativen schaffen es nämlich, kurze, leicht zu merkende Sätze zu finden, die gut klingen. Mit diesen „Baselines“ lassen sich Markenname und Logodesign ergänzen, indem sie die Tätigkeit und die Werte des Unternehmens beschreiben. Die besten Signaturen stehen am Ende für sich allein und brauchen weder das Logo noch den Markennamen, um erkannt zu werden. Jetzt bist du dran … Just do it!

Die Schritte, um deine visuelle Identität zu entwickeln.

Gehe bei der Entwicklung deiner grafischen Identität methodisch vor, denn sie besteht aus einem recht komplexen Zusammenspiel verschiedener Medien, und du brauchst Disziplin, um konsistent zu bleiben.

Definiere deine Marke.

Erstelle eine Liste der Produkte oder Dienstleistungen, die du anbietest, und der Werte, auf denen du dein Geschäft und deine Ziele aufbauen möchtest. Weißt du, welches Image du in den Augen deiner Kundschaft gern hättest? Kennst du deine Kernzielgruppe?

Wenn du diese Punkte genau bestimmst, wird sich die Definition deiner Marke abzeichnen, und du kannst effizienter das visuelle Material auswählen, das am besten zu ihr passt.

Starte mit Brainstormings.

Jetzt, da du die Facetten der Identität deiner Marke kennst, sammle alle Ideen, die dir dazu einfallen. Überlege, mit welchen Farben du sie illustrieren möchtest, was deine Zielgruppe anspricht, was dich von der Konkurrenz unterscheidet usw. So kannst du eine solide Grundlage schaffen, auf der du den visuellen Stil deines Unternehmens aufbaust.

Photo des gens sur ordinateurs dit « branding »

Wähle dein visuelles Material.

Wähle auf Grundlage ihrer Symbolik die Farben aus, die deine visuellen Medien begleiten, und zögere nicht, mehrere Farbkombinationen zu testen, bevor du dich entscheidest. Mache das Gleiche mit dem gesamten Spektrum deiner visuellen Identität, von deinen Schriftarten über deine Icons und Bilder bis natürlich zu deinem Logo.

Finalisiere dein Corporate Design Manual.

Stelle sicher, dass deine visuelle Identität stimmig ist und jedes ihrer Details in deinem Corporate Design Manual festgehalten wird. Es sorgt für grafische Kontinuität über alle Kommunikationsmittel deines Unternehmens hinweg und für eine einheitliche visuelle Identität. Du kannst festlegen, wie die grafischen Elemente der Marke je nach Plattform eingesetzt werden – ob physisch (Visitenkarten, Merchandising) oder virtuell (Website, Newsletter …).

Gestalte dein Corporate Design Manual

Die besten Tipps, um eine visuelle Identität zu entwickeln.

Wenn du Lust hast, das Abenteuer zu wagen und deine visuelle Identität zu entwickeln, helfen dir diese nützlichen Tipps dabei:

Berücksichtige die Symbolik der Farben.

Möchtest du eine warme, nüchterne, luxuriöse, ländliche oder dynamische Atmosphäre schaffen? Die Wahl deiner Farben ist ausschlaggebend, denn sie muss das Wesen deines Unternehmens widerspiegeln. Nutze den Farbkreis als Hilfsmittel oder den Adobe-Color-Farbwähler, um eine Palette aufeinander abgestimmter Farbtöne zu erzeugen.

Farben von Gelb bis Rot gelten als warme Farben, die für Aktion, Vitalität und Licht stehen. Grün und Blau gelten als kalte Farben, und Violetttöne haben sowohl warme als auch kalte Eigenschaften.

Wähle deine Typografie nach ihrer Symbolik.

  • Wenn du Autorität, Respekt oder einen formellen Ton in deiner Kommunikation vermitteln möchtest, findest du unter den Serifenschriften, was du brauchst.
  • Ihre Cousins, die serifenlosen Schriften (Sans Serif), haben ein schlichteres und moderneres Design. Sie eignen sich perfekt, um gut lesbare Inhalte in einem einfachen, wirkungsvollen Stil zu gestalten.
  • Schreibschriften (im Englischen „cursive“) wirken oft elegant, sind klassisch und sollen Vertrauen wecken. Sie können jedoch schwer lesbar sein, daher solltest du sie besser für Titel oder Logos reservieren, denen sie eine anspruchsvolle Note verleihen.
  • Ein neuer Trend in der Typografie: Handschriften, die die moderne Handschrift imitieren. Sie haben nichts mit den Arabesken und den prächtigen Schnörkeln der Schreibschriften zu tun, die die Handschrift des 17. und 18. Jahrhunderts nachahmten. Die Unregelmäßigkeit ihrer Zeichen macht das Lesen etwas mühsam, und auch hier gilt: Am besten setzt du sie in einem Logo oder in Titeln ein, wo sie am passendsten sind.
  • Um Humor, Vergnügen und Leichtigkeit zu vermitteln, eignen sich dekorative Schriften am besten. Sie sind ungewöhnlich und fallen aus dem Rahmen, sind nicht dafür gemacht, unbemerkt zu bleiben, und setzen sich oben auf Plakaten und in Titeln erfolgreich durch. Die Marke LEGO hat eine für ihr Logo verwendet.

Entscheide dich für Icons, Formen und Piktogramme, die zueinander passen.

Wähle grafische Symbole, die sich mit den Werten verbinden lassen, die du hervorheben möchtest, und achte darauf, sie konsistent einzusetzen. Du kannst dich für Linien-Icons entscheiden, bei denen nur die Umrisse zu sehen sind, oder für Vollflächen-Icons, denen zusätzliche grafische Details hinzugefügt wurden.

Illustrations graphiques en orange, jaune et bleu
Ihre Auswahl hängt von den anderen Elementen deiner visuellen Identität ab, um ein stimmiges Ergebnis zu gewährleisten, darf aber nicht vernachlässigt werden, denn die kleinsten Details können den Unterschied machen.

Berücksichtige die Erwartungen deiner Zielgruppe.

Sobald du die Wünsche deiner Zielgruppe analysiert und bestimmt hast, kannst du deine visuelle Identität anpassen, um sie mit diesen Erwartungen in Einklang zu bringen. Hüte dich jedoch davor, Versprechen zu machen, die du nicht halten kannst, oder neue Kommunikationsmittel einzuführen, nur um die Zustimmung deiner Kundschaft zu gewinnen. Verbraucher lassen sich nicht täuschen, und das kann dein Vertrauenskapital beeinträchtigen.

Richte deine grafische Strategie aus.

Unter allen Elementen der visuellen Identität solltest du ruhig jene priorisieren, die deiner Marke einen echten Mehrwert bringen können. Du kannst einen Newsletter erstellen, die Beschriftung mehrerer Fahrzeuge einplanen, Blogs veröffentlichen, deine Communities in den sozialen Netzwerken pflegen oder deine E-Mail-Signatur neu denken … Es gibt viele Wege, deine visuelle Identität zu stärken, aber konzentriere dich auf die, die für deine Tätigkeit am relevantesten sind. Sei selektiv und denke daran: In manchen Fällen gilt „less is more“.

Wähle deine Farbpaletten aus

Wie du deine visuelle Identität mit Adobe optimierst.

Um Farbpaletten zu erhalten, die perfekt zu deiner Marke passen, nutze das Bedienfeld Farbhilfe in Illustrator. Du kannst die Farbtöne mit zahlreichen Einstellungen beliebig verändern und deine Ergebnisse als Farbfelder oder Farbfeldgruppen im Bedienfeld „Farbfelder“ speichern.

Der Farbkreis Adobe Color ist ebenfalls ein ideales Werkzeug, um deine Farbpaletten zu perfektionieren. Du kannst sie anschließend extrahieren und im gesamten Adobe-Toolset verwenden.

Quelqu’un travaille sur ordinateur

Für die Erstellung deines Logos oder deiner Piktogramme kannst du das Linienwerkzeug, den Bildnachzeichner (Vektorisierung von Bildern), Perspektivenraster oder die Formenbibliotheken nutzen.

Außerdem kannst du Absätze, Titel oder Logos mit dem Textwerkzeug erstellen. Mit der Funktion „Text auf Pfad“ platzierst du deinen Text auf einer Kurve, die du horizontal oder vertikal ausrichten kannst. Das Zeichen-Bedienfeld gibt dir Zugriff auf unzählige Schriftfamilien und Schriftarten.

Visuelle Identität: häufig gestellte Fragen.