Ein Storyboard erstellen – so geht’s.
Ein Storyboard macht Ideen sichtbar, bevor sie umgesetzt werden. Es hilft dabei, komplexe Abläufe zu strukturieren, Szenen vorzuplanen und Inhalte klar zu kommunizieren – sei es für ein Video, eine Animation, einen Social-Media-Clip oder eine Präsentation. Wie du ein Storyboard erstellen kannst, erfährst du Schritt für Schritt in unserer Anleitung:
Ein Storyboard erstellen, Schritt 1: Die Idee festhalten.
Bevor du mit dem Gestalten deines Storyboards anfängst, solltest du wissen, was du eigentlich abbilden willst. Im ersten Schritt solltest du dir also noch einmal Gedanken über die Idee machen und ein paar grobe Eckpunkte zu deinem Video oder Film festhalten. Hast du die Handlung parat (idealerweise in einem Drehbuch oder Konzept)? Wie lang soll dein Video etwa werden? Für welchen Zweck oder welche Plattform produzierst du es? Skizziere in ein paar Sätzen, worum es inhaltlich geht. Das schafft Klarheit für den weiteren Aufbau und macht dir das Erstellen des Storyboards leichter.
Ein Storyboard erstellen, Schritt 2: Das Drehbuch in Szenen gliedern.
Teile das Drehbuch oder Konzept nun in einzelne Szenen oder Abschnitte auf, um dein Storyboard zu erstellen. Jeder Schritt steht später für ein eigenes Bildfeld (einen Frame) im Storyboard. Überlege dabei, wie der Spannungsbogen verläuft, welche Übergänge es gibt und welche Informationen wann vermittelt werden sollen. Es kann je nach Länge des Videos hilfreich sein, hier in mehreren Schritten zu arbeiten – von einer ersten groben Aufteilung hin zu einer granularen Gliederung in einzelne Szenen.
Ein Storyboard erstellen, Schritt 3: Das Storyboard-Raster anlegen.
Ein klassisches Storyboard besteht aus mehreren Bildfeldern pro Seite – meist 3 bis 6. Du kannst das Raster auf Papier zeichnen oder digital anlegen. Dabei kannst du, wenn du möchtest, mit einer Storyboard-Vorlage arbeiten und dir so das Erstellen des Storyboards etwas leichter machen. Wichtig ist, dass unter oder neben jedem Bild Platz für kurze Beschreibungen bleibt. Dort notierst du später zum Beispiel, was im Bild passiert, welcher Text gesprochen wird oder welche Kamerabewegung geplant ist.
Ein Storyboard erstellen, Schritt 4: Die Storyboard-Vorlage ausfüllen.
Jetzt füllst du die Bildfelder in deiner Storyboard-Vorlage mit Inhalten. Übertrage dabei die Szenen, die du im zweiten Schritt gegliedert hast. Zeichne grobe Skizzen, nutze einfache Symbole oder füge Fotos oder Screenshots ein, um die Inhalte des Konzepts oder Drehbuchs zu visualisieren – je nachdem, wie aufwendig dein Storyboard sein soll. Es geht nicht um künstlerische Perfektion, sondern darum, die Szenen klar verständlich zu machen. Einfache Strichzeichnungen reichen meist völlig aus.
Ein Storyboard erstellen, Schritt 5: Notizen ergänzen.
Zu jedem Bildfeld im Storyboard gehört auch eine kurze Erklärung. Darin kannst du folgende Informationen und Notizen festhalten:
- Was passiert in der Szene?
- Gibt es gesprochene Dialoge oder Text?
- Welche Perspektive oder Kameraführung hast du geplant?
- Sind bestimmte Bewegungen, Übergänge oder Effekte vorgesehen?
Es kann auch hilfreich sein, dir in diesem Schritt bereits Notizen zur Dauer einzelner Szenen, zu Schnitten, Musik oder Soundeffekten zu machen. Das erleichtert später die Umsetzung im Schnitt oder in der Produktion.
Ein Storyboard erstellen, Schritt 6: Überprüfen und anpassen.
Sobald du dein Storyboard erstellt hast und es alle Szenen enthält, solltest du das gesamte Storyboard noch einmal durchgehen (am besten mit ein wenig Abstand). Frage dich dabei Folgendes: Ist der Ablauf logisch? Entsteht ein klarer Erzählfluss? Gibt es unnötige Wiederholungen oder fehlt etwas? Überarbeite bei Bedarf einzelne Szenen oder ergänze neue Bildfelder.
Tipp: Wenn du mit einer digitalen Storyboard-Vorlage arbeitest, ist es besonders einfach, Änderungen am Storyboard vorzunehmen.