TUTORIAL-ARTIKELAnfänger3 Min.

Die Grundlagen des Storytelling.

Ob Spielfilm oder Produktpräsentation – es geht immer darum, wie du eine Story erzählst.

Die zahlreichen Möglichkeiten eine Geschichte zu erzählen.

Wesentliches Element visueller Kommunikation oder bei der Planung einer Kampagne ist die Geschichte, die erzählt werden soll. Das Prinzip einer erfolgreichen Geschichte ist immer gleich, egal ob du an einem Film oder an einer Live-Präsentation arbeitest oder ob du Techniken für nicht-linearen Videoschnitt oder Motion Graphics verwendest.

Eine Geschichte entwickeln.

Eine Geschichte hat einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss – aber nicht zwingend in dieser Reihenfolge.

Nachfolgend zeigen wir dir, wie du einen typischen Handlungsbogen ausarbeitest. Die Fragen sollen dir dabei helfen, deine eigene Story zu entwickeln.

Die Hauptperson braucht etwas, und es ist wichtig.

  • Wer ist die Hauptperson der Geschichte?

  • Was will diese Person, und warum will sie es?

  • Was passiert, wenn sie es nicht bekommt?

Die Ausgangslage muss interessant sein und dein Publikum neugierig machen.

Deine Hauptperson trifft auf Hindernisse.

  • Was ist das Hindernis?

  • Warum ist es aufgetaucht?

  • Kann sie es überwinden?

  • Wenn ja, wie?

  • Wenn nein, warum? Und was muss sie stattdessen tun?

Das Hindernis überwinden.

  • Wie will die Hauptperson das Hindernis überwinden?

  • Wird der Plan funktionieren?

  • Wie erreicht sie dieses Ziel?

Selbst wenn du an einem Projekt ohne eindeutige Geschichte oder klaren Handlungsbogen arbeitest, können diese wesentlichen Phasen des Storytelling Anregung und Hilfestellung bieten.

Wenn du zum Beispiel ein Marketing-Video für ein neues Produkt erstellst, mit dem sich ein häufiges Problem beheben lässt, kann dein Publikum der Protagonist sein. Die Story beginnt damit, dass dein Publikum vor einem Problem steht und noch nichts von deinem Produkt und seinen Vorteilen weiß. Davon ausgehend kannst du deine Betrachtenden an das Produkt heranführen und ihnen erklären, wie das Produkt ihnen hilft, das Problem zu beheben – diese Phasen bilden den Mittelteil und das Ende der Story.

Eine Verbindung zur Zielgruppe herstellen.

Über Emotionen gewinnst du das Interesse deines Publikums. Zeige zum Beispiel, wie ein Unternehmen entstanden ist, wie sich eine Person verändert hat, oder erzähle deine persönliche Geschichte, um dein Publikum auf der Gefühlsebene anzusprechen.

Betrachtende fühlen sich am meisten mit den Charakteren verbunden, die Emotionen zeigen. Das konnte auch Pixar in seinem berühmten Kurzfilm „Die kleine Lampe“ unter Beweis stellen. Wenn Figuren mit menschlichen Emotionen auf Ereignisse reagieren, baut das Publikum eine Verbindung zu ihnen auf.

Die Botschaft klar und deutlich vermitteln.

Gehe nicht davon aus, dass dein Publikum alles weiß, was du nicht explizit erwähnst. Falls deine Story Lücken enthält, ist es wichtig, diese zu füllen. Denn Betrachtende verlieren schnell das Interesse, wenn ihnen der Zusammenhang fehlt.

Informieren und unterhalten.

Dein Ziel beim Storytelling ist es, deinem Publikum etwas zu bieten – und dein Publikum muss spüren, dass du es auch wirklich so meinst. Wenn deine Betrachtenden etwas Neues lernen, ein tieferes Verständnis zu einem Thema entwickeln und dein Projekt interessant und unterhaltsam finden, hat es sich für sie gelohnt, deiner Story Aufmerksamkeit zu schenken, und es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie später zurückkommen.


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