Handout erstellen: Aufbau, Gestaltung und Inhalte
Was ein Handout ist, wie es aufgebaut sein sollte und wie es Präsentationen sinnvoll ergänzt.
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Ein Handout ist ein Begleitdokument für Präsentationen, Vorträge oder Referate. Es fasst die wichtigsten Inhalte übersichtlich zusammen und hilft den Zuhörenden, dem Vortrag leichter zu folgen. Ein gutes Handout ergänzt die Präsentation, ersetzt sie aber nicht.
Auf dieser Seite erfährst du:
- Was ein Handout ist und wofür es eingesetzt wird.
- Wie ein Handout aufgebaut ist und wie es typischerweise aussieht.
- Wie man ein Handout erstellt und welche Schritte dabei wichtig sind.
- Wie man ein Handout gestaltet, damit es übersichtlich und gut lesbar bleibt.
- Welche Fehler beim Handout-Schreiben häufig gemacht werden und wie du sie vermeidest.
Was ist ein Handout?
Ein Handout ist ein kurzes, schriftliches Dokument, das die wichtigsten Inhalte einer Präsentation zusammenfasst. Es ergänzt einen Vortrag, eine Vorlesung oder einen Workshop und unterstützt die Zuhörenden dabei, den dargestellten Inhalten leichter zu folgen. Der Begriff Handout stammt vom englischen „to hand out“ und bedeutet „aushändigen“.
Ein Handout wird eingesetzt, um komplexe Informationen übersichtlich darzustellen und zentrale Aussagen hervorzuheben. Besonders in akademischen Kontexten wie Seminaren, Vorlesungen, Referaten oder Konferenzen dient es als strukturierte Orientierungshilfe. Gut aufbereitete Handouts erleichtern das Verständnis, helfen beim Nachvollziehen des roten Fadens einer Präsentation und unterstützen Studierende sowie Teilnehmende dabei, die Inhalte auch nach dem Vortrag zu behalten.
Zweck eines Handouts
Handouts unterstützen Präsentationen also, indem sie zentrale Inhalte kompakt und übersichtlich zusammenfassen. Sie helfen dem Publikum, den Vortrag besser nachzuvollziehen und die wichtigsten Informationen festzuhalten.
Die wichtigsten Funktionen eines Handouts sind:
- Unterstützung der Präsentation durch schriftliche Ergänzungen zu den gesprochenen Inhalten
- Strukturierte Übersicht über zentrale Punkte, Argumente und Zusammenhänge
- Vertiefung der Kernthemen, insbesondere bei komplexen oder datenreichen Inhalten
- Entlastung des Publikums, da weniger mitgeschrieben werden muss und der Fokus auf dem Vortrag bleiben kann
Ein gut gestaltetes Handout steigert das Verständnis, fördert die aktive Teilnahme und dient als hilfreiche Gedächtnisstütze über die Präsentation hinaus.
Handout: Abgrenzung zu Thesenpapier
Ein Handout fasst die wichtigsten Inhalte einer Präsentation neutral, knapp und übersichtlich zusammen und dient in erster Linie als visuelle Unterstützung für das Publikum.
Ein Thesenpapier hingegen stellt bewusst Positionen, Argumente oder Fragestellungen in den Mittelpunkt und bereitet die Zuhörenden auf eine Diskussion vor. Während das Handout begleitet und erklärt, regt das Thesenpapier zur inhaltlichen Auseinandersetzung an.
Handout-Aufbau: Wie sieht ein gutes Handout aus?
Ein gutes Handout sollte klar strukturiert, übersichtlich gestaltet und auf das Wesentliche konzentriert sein. Es dient als Lern- und Orientierungshilfe und ergänzt eine Präsentation sinnvoll, ohne sie zu ersetzen.
Typischerweise folgt ein Handout einem einheitlichen Aufbau:
- Kopfzeile: Enthält den Titel der Präsentation, Name, Datum und Institution
- Kurze Einleitung: Fasst das Thema und Ziel der Präsentation zusammen
- Kernaussagen: In Stichpunkten, logisch gegliedert und gut lesbar
- Ergänzende Elemente: Tabellen, Diagramme oder Abbildungen, sofern sie das Verständnis unterstützen
- Quellenangaben: Am Ende des Dokuments
Ein Handout sollte die wichtigsten Inhalte kompakt darstellen und in der Regel nicht mehr als ein bis zwei DIN-A4-Seiten umfassen. Ziel ist es, die Kerninformationen übersichtlich aufzubereiten und als Gedächtnisstütze zur Präsentation zu dienen.
Handout erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wie ist ein Handout aufgebaut? Hier erfährst du, wie du Schritt für Schritt ein strukturiertes Handout aufbaust. Für die Erstellung deines Handouts kannst du klassische Textverarbeitungsprogramme nutzen oder moderne Tools wie KI-Assistenten einsetzen, die Vorschläge für Struktur, Layout und Stichpunkte machen.
Kopfzeile
Die Kopfzeile liefert die wichtigsten formalen Informationen zum Handout und schafft sofort Orientierung. Sie enthält in der Regel:
- Name der Universität oder Organisation, bei der die Präsentation stattfindet
- Datum der Präsentation
- Fach, Kurs oder Veranstaltung
- Name der präsentierenden Person
- Aktuelles Semester
- Name der betreuenden oder lehrenden Person
Richte die Kopfzeile überwiegend linksbündig aus. Das Datum kann am rechten Seitenrand platziert werden. Verwende für die Kopfzeile eine etwas kleinere Schriftgröße als für den Haupttext, um den Fokus auf die Inhalte des Handouts zu legen.
Ein gut gestaltetes Handout steigert das Verständnis, fördert die aktive Teilnahme und dient als hilfreiche Gedächtnisstütze über die Präsentation hinaus.
Titel des Vortrags
In einer etwas größeren Schrift stellst du das Thema deiner Präsentation vor. Du kannst den Titel auf dem Handout für dein Referat auch zentrieren oder mit einer Fettung hervorheben.
Kernaussagen
Im Hauptteil des Handouts werden die wichtigsten Kernaussagen der Präsentation zusammengefasst. Formuliere diese in kurzen Stichpunkten und beschränke dich auf das Wesentliche. Ziel ist es, die Inhalte verständlich darzustellen, ohne den Vortrag zu wiederholen.
Bei komplexen Themen können Zwischenüberschriften helfen, die Struktur zu verdeutlichen. Es hat sich bewährt, die Kernaussagen gleich zu Beginn des Handouts, zum Beispiel in einem hervorgehobenen Kasten, zu platzieren.
Weitere Materialien
Ergänzende Materialien wie Bilder, Tabellen, Statistiken oder Diagramme können ein Handout sinnvoll erweitern. Setze diese Elemente gezielt ein und nur dann, wenn sie zum besseren Verständnis der präsentierten Inhalte beitragen.
Achte darauf, dass visuelle Elemente übersichtlich bleiben und den Text unterstützen, statt von den Kernaussagen abzulenken.
Quellenangabe
Am Ende des Handouts solltest du ein Abbildungs- und Quellenverzeichnis angeben, insbesondere wenn externe Inhalte oder Forschungsergebnisse verwendet werden. Dies erhöht die Nachvollziehbarkeit deiner Aussagen und gibt den Zuhörenden die Möglichkeit, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.
Die Quellenangaben sollten innerhalb der maximal ein bis zwei Seiten des Handouts übersichtlich integriert sein.
Handout gestalten: Tipps für Aufbau und Design
In diesem Abschnitt erfährst du, wie man ein Handout gestaltet, damit es übersichtlich, gut lesbar und ansprechend für die Präsentation ist:
- Klarheit bewahren: Verwende einfache Sprache, klare Struktur und kurze Sätze.
- Stichpunkte nutzen: Ganze Sätze sind selten nötig – konzentriere dich auf das Wesentliche.
- Fachbegriffe erklären: Setze erklärende Blöcke, wenn nötig.
- Reduktion auf das Wesentliche: Weniger ist mehr – max. zwei DIN-A4-Seiten, nur Kerninformationen.
- Einheitliches Design: Nutze gut lesbare Schriftarten (z. B. Arial, Calibri) und passende Schriftgrößen: 10–12 pt Haupttext, 14–16 pt Überschriften, 8–9 pt Fußnoten/Quellen.
- Platz für eigene Notizen lassen: Rand oder eigener Abschnitt für Publikum.
- Feedback einholen & Korrekturlesen: Prüfe Rechtschreibung, Lesbarkeit und Verständlichkeit.
- Professioneller Druck / digitale Version: Achte auf Qualität und überlege, ob du das Handout digital zur Verfügung stellst.
„Nutze auch gerne Fettschrift und Kursivschrift, um wichtige Punkte herauszustellen. Dies sollte aber im Rahmen liegen und nicht dominieren. Des Weiteren kann auch eine farbige Markierung bestimmter Textbestandteile sinnvoll sein. Auch hier gilt aber: weniger ist mehr. Vermeide dabei aggressive Farben. Wähle Standardfarben aus dem RGB-Farbspektrum aus.“
(Marcus Wittkamp, wissenschaftlicher Lektor und Autor)
Wie gestaltet man ein Handout übersichtlich?
Beim Gestalten eines Handouts kommt es vor allem auf Lesbarkeit und Struktur an. Achte darauf, dass Inhalte schnell erfassbar sind und die Präsentation sinnvoll ergänzen:
• Nutze ausreichend Weißraum, um Inhalte voneinander abzugrenzen
• Setze Überschriften und Zwischenüberschriften, um Themen klar zu gliedern
• Verwende einheitliche Schriftarten und verzichte auf zu viele Schriftstile
• Achte auf ausreichenden Zeilenabstand für bessere Lesbarkeit
• Hebe wichtige Punkte gezielt hervor, ohne das Layout zu überladen
Ein gut gestaltetes Handout lenkt nicht vom Vortrag ab, sondern unterstützt das Verständnis der präsentierten Inhalte.
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Handout erstellen: Diese 3 Fehler solltest du vermeiden
Beim Erstellen deines Handouts für die Präsentation solltest du diese typischen Fehler vermeiden:
- Zu viel Text und Formatwechsel: Ein überladenes Handout wirkt schnell unübersichtlich und kann vom Vortrag ablenken. Konzentriere dich auf die wichtigsten Inhalte in klaren Stichpunkten.
- Zielgruppe ignorieren: Passe Inhalt und Sprache an dein Publikum an. Ein Handout für Studierende unterscheidet sich zum Beispiel von einem Handout für Fachkolleg*innen.
- Zu wenige Exemplare: Stelle sicher, dass alle Zuhörenden ein Handout erhalten. Plane lieber einige zusätzliche Kopien ein, um professionell zu wirken.
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Fragen zum Handout? Wir haben die Antworten
Was ist ein Handout?
Zu welchem Zeitpunkt sollte ich ein Handout verteilen?
Du kannst dein Handout vor oder nach dem Vortrag austeilen:
- Vor Beginn: Teilnehmende können dem Vortrag leichter folgen und Notizen machen. Plane hierfür Platz für eigene Notizen ein.
- Nach dem Vortrag: Du verhinderst, dass Inhalte vorweggenommen werden, und die Zuhörenden konzentrieren sich auf den Vortrag.
Müssen Quellenangaben auf mein Handout für das Referat?
Kann ich meine Präsentationsfolien als Handout verwenden?
Wie sieht ein Handout aus? Ein typisches Beispiel
Ein gutes Handout ist klar strukturiert und übersichtlich. Typische Bestandteile sind:
- Kopfzeile: Titel, Name, Datum, Institution
- Kurze Einleitung: Thema und Ziel der Präsentation
- Kernaussagen: Stichpunkte, logisch gegliedert, gut lesbar
- Ergänzende Materialien: Diagramme, Tabellen oder Abbildungen, wenn sie den Inhalt unterstützen
- Quellenangaben: Am Ende des Dokuments
Ein Handout umfasst in der Regel ein bis zwei DIN-A4-Seiten und dient als kompakte Gedächtnisstütze zur Präsentation.
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