Die Königin unter den Blumen: Wie zeichnet man eine Rose?

Erfahre mehr über die Grundform der Rose – von den Blütenblättern bis hin zu den Dornen –, um eine gelungene Rosenzeichnung zu erstellen. Entdecke außerdem neue Zeichenmethoden, mit denen du Rosen besser zeichnen kannst.

Zeichnung von zwei Rosen

Das Zeichnen von Rosen erfordert Recherche und Übung.

Im Vergleich zu anderen Blumen gelten Rosen als schwierige Zeichenobjekte. Tatsächlich kann aber jeder eine hübsche Rose zeichnen, der sich mit dem präzisen Aufbau dieser edlen Pflanze auseinandersetzt. In unserer Anleitung machst du dich mit der Anatomie der Rose vertraut, um die zugrunde liegenden geometrischen Formen der Pflanze und der Blütenblätter zu verstehen. Darüber hinaus erfährst du, welche Möglichkeiten und Vereinfachungen dir das digitale Zeichnen mit nützlichen Werkzeugen wie Ebenen bietet.

 

Um eine Rose zu zeichnen, musst du sie kennen.

Beim Zeichnen besteht der erste Schritt darin, Informationen zum Motiv zu recherchieren. Sieh dir eine Rose oder ein Foto von einer Rose an, um herauszufinden, aus welchen einfachen Formen sie sich zusammensetzt. Denke nicht lange darüber nach, wie die Rose auf dem Papier aussehen soll. Beginne einfach damit, die gebogenen Linien und Formen zu zeichnen, die du siehst.

Foto einer rosafarbenen Rose

Die Anatomie der Rose.

Die einfachste Rose ist die Heckenrose, die nur fünf herzförmige Blütenblätter besitzt. Sieh dir die Heckenrose an, und achte auf die Form der einzelnen Blütenblätter. Sie wachsen oben aus der Hagebutte heraus und umgeben Stempel und Staubbeutel in der Mitte der Rose, die die Pollen enthalten. Rosen, die mehr Blütenblätter aufweisen, sind einfach eine Erweiterung dieser minimalistischen Rose.

 

Das sind die einzelnen Teile der Rose:

 

  • Stiel: Der Stiel der Rose ist zylindrisch. Die Dornen sind scharfe, hörnchenähnliche Stacheln, die spiralförmig rund um den ganzen Stiel herum zu finden sind. Fast jede Rose besitzt Dornen. Ein paar Sorten wurden allerdings dornenfrei gezüchtet.

 

  • Samenanlage: Die Samenanlage ist die knollige grüne Kugel, an der die unteren Enden der Blütenblätter befestigt sind.

 

  • Staubbeutel: Die Staubbeutel sind die kleinen Fasern in der Mitte der Blüte, die die Pollen enthalten.

 

  • Kelchblätter: Die Kelchblätter sind die schlanken grünen Blätter, die unterhalb der Blütenblätter aus der Samenanlage wachsen.

 

  • Blütenblätter: Die Blütenblätter von Rosen können tropfen- oder herzförmig oder oben spitz zulaufend sein. Sie können eine Äderung aufweisen.

 

  • Blätter: Die meisten Rosenblätter sind gezackt und besitzen eine asymmetrische Äderung. Bei jungen Rosenknospen wachsen in der Regel bis zu drei Blätter aus dem Stiel, während eine volle Blüte an die fünf Blätter mitbringt.
Skizzen von verschiedenen Teilen einer Rose

Bild von Jonathan Case

Die äußere Form der Rose.
Wenn du dir echte oder virtuelle Rosen ansiehst, um sie zu zeichnen, ist es hilfreich, die grobe Form der Kontur bzw. Silhouette zu bestimmen. Der Illustrator Kevin Jay Stanton hat das Zeichnen von Rosen und anderen Blumen zum Beruf gemacht. Er beginnt oft mit einer runden, fünfeckigen oder ovalen Form, hält aber auch immer die Augen nach neuen Rosentypen offen. „Eine der schönsten Blüten, die ich zuletzt sah, war von ausgeprägter Dreiecksform, mit einem tropfenförmigen Inneren. Diese Einzigartigkeit hat mich sehr beeindruckt“, erzählt Stanton.

 

Eine Rose Schritt für Schritt zeichnen.

Mit diesen vielseitigen Methoden kannst du Abbildungen von Rosen erkunden – egal, welche Art du zeichnest und welchen Illustrationsstil du verwendest. Zeichne deine Rose digital in einer Applikation wie Adobe Fresco, um mehrere Ebenen für deine Skizze verwenden zu können.

 

Erstelle eine Ebene mit den Grundformen.

Zeichne zunächst die Grundformen und einfachen Linien, aus denen die Zeichnung der Rose besteht. Versuche, jede Zeichnung mit einem Kreis, Fünfeck oder Dreieck zu beginnen. „Ich erstelle zunächst die Formen, bevor ich die Details zeichne“, erzählt Stanton. „Die Formen von Pflanzen haben etwas an sich, das ich sehr mag. Im Grunde geht es bei meiner Arbeit um die Bedeutung von Formen und das Verhältnis zwischen den einzelnen Formen.“

 

Zeichne die Mitte und die Wuchsrichtung der Blütenblätter.

Zeichne die Mitte der Rose, in der die Blütenblätter zusammenlaufen. Häufig sieht sie wie ein kleines Drei- oder Fünfeck in der Mitte der Hauptform aus. Je jünger die Blüte ist, desto schmaler ist dieser offene Bereich. In dieser Phase kannst du auch ein paar Linien einzeichnen, die die grundsätzliche Wuchsrichtung der Blütenblätter angeben.

 

Erstelle eine neue Ebene, um Blütenblätter hinzuzufügen.

Reduziere in Adobe Fresco die Deckkraft der ersten Ebene, und erstelle eine neue Ebene. Zeichne ein Blütenblatt nach dem anderen. Beginne hierbei mit den außen liegenden Blütenblättern. Stelle dir jedes Blütenblatt als kleinen Papierbogen vor, der sich langsam von der Mitte der Knospe ablöst. Zeichne vorerst eine einfache Form für die Blütenblätter. Du kannst die Ränder später noch verfeinern. Du kannst auch mit leicht abgerundeten Blütenblättern beginnen und die Struktur später ergänzen. 

Erstelle eine Ebene mit den Grundformen.

Zeichne zunächst die grundlegenden Formen und Linien für dein Rosenbild. Versuche, jede Zeichnung mit einem Kreis, Fünfeck oder Dreieck zu beginnen. „Ich erstelle zunächst die Formen, bevor ich die Details zeichne“, erzählt Stanton. „Die Formen von Pflanzen haben etwas an sich, das ich sehr mag. Im Grunde geht es bei meiner Arbeit um die Bedeutung von Formen und das Verhältnis zwischen den einzelnen Formen.“

Zeichne die Mitte und die Wuchsrichtung der Blütenblätter.

Zeichne die Mitte der Rose, in der die Blütenblätter zusammenlaufen. Häufig sieht sie wie ein kleines Drei- oder Fünfeck in der Mitte der Hauptform aus. Je jünger die Blüte ist, desto schmaler ist dieser offene Bereich. In dieser Phase kannst du auch ein paar Linien einzeichnen, die die grundsätzliche Wuchsrichtung der Blütenblätter angeben.

Erstelle eine neue Ebene für die Blütenblätter.

Reduziere in Adobe Fresco die Deckkraft der ersten Ebene, und erstelle eine neue Ebene. Zeichne ein Blütenblatt nach dem anderen. Beginne hierbei mit den außen liegenden Blütenblättern. Stelle dir jedes Blütenblatt als kleinen Papierbogen vor, der sich langsam von der Mitte der Knospe ablöst. Zeichne vorerst eine einfache Form für die Blütenblätter. Du kannst die Ränder später noch verfeinern. Du kannst auch mit leicht abgerundeten Blütenblättern beginnen und die Struktur später ergänzen. 

Skizze einer Rose

Bild von Kevin Jay Stanton

Nutze mehrere Ebenen, um zusätzliche Details zu zeichnen.

Zeichne jedes Blütenblatt auf einer separaten Ebene. So kannst du die Blütenblätter individuell einfärben und in der Zeichnung verschieben. Wenn du „Ebene automatisch auswählen“ aktivierst, kannst du schnell von einer Ebene zur nächsten wechseln, indem du auf ein Blütenblatt klickst. Um die Form der Rose wirklich nachzuvollziehen, kannst du eine weitere halbtransparente Ebene verwenden und darauf die inneren Teile der Rose zeichnen (z. B. die Staubbeutel und die Samenanlage) – ganz so, als könntest du durch die Blütenblätter hindurch sehen.

Zeichnung einer Rose

Bild von Kevin Jay Stanton

Füge mit Ebenenmasken Farbe oder Texturen hinzu.

Wenn du in Adobe Fresco jedes Blütenblatt auf einer separaten Ebene gezeichnet hast, kannst du mit Ebenenmasken und Pinseln Schattierungen oder Texturen zu deiner Zeichnung hinzufügen. Alternativ kannst du auch mit dem Bleistift-Werkzeug die Schattenbereiche schraffieren. „Achte darauf, welche Teile des Blütenblatts konkav und welche konvex sind“, sagt der Illustrator und Comic-Zeichner Jonathan Case. „Du schattierst die äußeren Blütenblätter so ähnlich wie eine Kugel, je nachdem, von welcher Seite das Licht einfällt. Dort, wohin jedes Blütenblatt geneigt ist, befindet sich wahrscheinlich der dunkelste Schatten.“

 

Übung macht den Meister, aber nicht perfekt.

Die Schritte eines Online-Tutorials zum Zeichnen von Rosen auszuführen, ist nur ein Aspekt, wenn du lernen willst, Rosen zu zeichnen. Übe selbstständig verschiedene Methoden, und verrenne dich nicht in den kleinsten Details. „Versuche gar nicht, jeden einzelnen Teil exakt richtig zu zeichnen“, betont der Illustrator und Zeichenlehrer Lucas Elliott. „Es geht mehr um die Vorstellung davon, wie die Blume aussieht, und um die Gesamtkomposition.“ In der Natur gibt es die perfekte Rose nicht, und keine Rose gleicht der anderen. Kleine Unregelmäßigkeiten können deine Zeichnung daher sogar realistischer erscheinen lassen.

 

Zeichne ein Dutzend Rosen für dich.

„Wenn es dir schwerfällt, Rosen zu zeichnen, versuche es immer und immer wieder. Fülle eine ganze Seite mit Rosen. Fülle deinen ganzen Zeichenblock mit Rosen“, so Elliott. „Was meinen Schülern sehr gut hilft, ist das Gestenzeichnen. Dabei zeichnet man ganz schnell die Essenz des Motivs. Wenn du dein Motiv in ganz kurzer Zeit – in 30 Sekunden oder wenigen Minuten – skizzierst, musst du dir darüber im Klaren sein, was wirklich wichtig ist. Das hilft dir auch dabei, die Form der Rose zu verstehen.“

Rosenstrauch

Erste Schritte beim digitalen Skizzieren.

Erfahre, wie du in Adobe Fresco Skizzen anfertigst, damit du mithilfe von digitalen Werkzeugen beeindruckende Zeichnungen und schnelle Kritzeleien erstellen kannst. Danach kannst du dich genauer damit befassen, wie du Elemente deiner Zeichnungen in Adobe Fresco umwandeln kannst

Mitwirkende.

Kevin Jay StantonJonathan Case, Lucas Elliott

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