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Fragen und Antworten zu OpenType

Was ist das OpenType-Schriftformat, und in welcher Beziehung steht es zu Type 1 und TrueType?
Das OpenType®-Format ist ein Zeichensatz, der die vorhandenen TrueType- und Adobe® PostScript® Type 1-Schriftartenformate umfasst. Es bietet verbesserte plattformübergreifende Mobilität, umfassende Sprachunterstützung, leistungsstarke typografische Funktionen und vereinfachte Schriftartenverwaltung.
Microsoft und Adobe Systems definieren OpenType technisch gesehen als eine Erweiterung des TrueType Open-Formats von Microsoft, das entweder PostScript-Konturen (OTF) oder TrueType-Konturen (TTF) enthalten kann. OpenType-Schriften werden auf dem Bildschirm von einem PostScript-Rasterprogramm wie Adobe Type Manager® (ATM®) erkannt und wiedergegeben. Dieses Rasterprogramm wird entweder als Add-On der Software installiert oder ist in Betriebssystemen wie Microsoft® Windows® 2000, XP oder Mac OS X integriert. OpenType-Schriftarten sind mit aktuellen Formaten kompatibel und können im gleichen Dokument wie Type 1 und TrueType verwendet werden.
Was sind die Vorteile von OpenType?
OpenType verfügt über mehrere überzeugende Vorteile:
  • Eine einzige, plattformübergreifende Schriftdatei, die sowohl auf Macintosh- als auch auf Windows-Plattformen verwendet werden kann
  • Einen erweiterten Schriftsatz, der auf dem internationalen Unicode-Verschlüsselungsstandard für umfassende Sprachunterstützung basiert
  • Erweiterte typografische Funktionen bezüglich der Glyphenpositionierung und -ersetzung, sodass zahlreiche alternative Glyphen wie Mediäval-Ziffern, Kapitälchen und Zierbuchstaben in einer Schriftdatei enthalten sein können
  • Eine kompakte Konturen-Datenstruktur zur Reduzierung der Größe von Schriftdateien
  • Native OpenType-Unterstützung unter Windows 2000/XP und Mac OS X
  • Unterstützung erweiterter typografischer OpenType-Funktionen in allen Versionen von Adobe InDesign® CS und allen Versionen von Adobe Photoshop® CS.
Welche Komprimierungstechnologien sind in OpenType integriert?
Alle OpenType-Schriftarten mit PostScript-Konturen (OTF) verwenden das Compact Font Format (CFF oder auch Type 2), das die Dateigröße beträchtlich verringert. Obwohl es sich bei CFF streng genommen nicht um eine Komprimierung handelt, da die Konturen für die Ausgabe nicht dekomprimiert werden müssen, ist das Ergebnis dennoch kompakter als Type 1. Die OpenType-Schriftarten von Adobe arbeiten außerdem mit einer Unterroutine für eine stärkere Reduzierung der Größe. Bei OpenType-Schriftarten mit TrueType-Konturen (TTF) können von Microsoft lizenzierte Komprimierungstechnologien verwendet werden.
Warum gibt es zwei OpenType-Schriftarten?
Das OpenType-Format ist das Ergebnis einer Zusammenführung zweier bereits vorhandener Formate (Type 1 und TrueType). Deshalb ist es wichtig, die Vorteile beider Formate beizubehalten.
Ist ein PostScript Type 1-Rasterprogramm in Microsoft Windows integriert?
In Windows 2000 und Windows XP ist ein PostScript-Schriftarten-Rasterprogramm von Adobe integriert. Dadurch bieten diese Betriebssysteme native Unterstützung für OpenType (entweder mit PostScript- oder TrueType-Konturen), Type 1 und TrueType.
Kann ich auch weiterhin Type 1- oder TrueType-Schriftarten verwenden, wenn ich mit OpenType arbeite?
Sie können die Schriftarten wie gewohnt verwenden. OpenType arbeitet nahtlos mit TrueType- und Type 1-Schriftarten zusammen. OpenType-Schriftarten bieten lediglich zusätzliche Möglichkeiten, da sie über weiterentwickelte Sprachunterstützung und erweiterte typografische Funktionen für verschiedene Plattformen und Anwendungen verfügen, die die verbesserten OpenType-Funktionen unterstützen.
Was bedeutet OpenType-Unterstützung? Kann ich OpenType-Funktionen in allen Anwendungen verwenden, wenn ich mit einem Betriebssystem arbeite, das OpenType unterstützt?
Es gibt drei Arten der OpenType-Unterstützung: grundlegende OpenType-Unterstützung (die Schriftarten verhalten sich wie alle anderen Schriftarten), Unicode-Unterstützung (Zugriff auf erweiterte Zeichensätze in mehreren Sprachen) und OpenType-Layout-Unterstützung (Unterstützung für erweiterte typografische Funktionen). Einige Betriebssysteme bzw. Betriebssystemerweiterungen unterstützen einen oder mehrere dieser Arten. Für die Unterstützung von Unicode oder Layout-Funktionen muss eine Anwendung jedoch dementsprechend programmiert werden. Adobe InDesign (alle Versionen) und Adobe Photoshop 6.0 und höher unterstützen die erweiterten typografischen OpenType-Funktionen.
Beschränkt sich OpenType auf westliche und romanische Zeichensätze?
Nein. OpenType basiert auf der Unicode-Standardverschlüsselung, die praktisch alle Sprachen der Welt unterstützt. Adobe plant die Veröffentlichung japanischer OpenType-Schriften sowie weiterer westlicher Schriftarten.
Funktionieren meine vorhandenen Schriftarten mit den neuen Versionen von Windows?
Microsoft und Adobe haben ihre Kräfte vereint, um sicherzustellen, dass der Übergang zu OpenType für Kunden aller Windows-Versionen reibungslos verläuft. Anwender von Windows 98 und Windows NT® 4.0 erhalten Unterstützung für OpenType und Type 1 über ATM Light. ATM Light für Windows steht auf der Adobe-Website kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Unter Windows 2000 und Windows XP ist die Unterstützung für OpenType- und Type 1-Schriftarten direkt integriert.
Inwieweit wird das Macintosh-Betriebssystem unterstützt?
ATM Light für Macintosh steht auf der Adobe-Website kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Mac OS X bietet native Unterstützung für OpenType-Schriften.
Wie kann ich als Entwickler von Schriftarten mehr über OpenType erfahren?
Im Adobe Solutions Network (ASN) stehen u. a. im Bereich für OpenType des Type Technology Forum und in der Spezifikation zu OpenType einige Informationsquellen für Entwickler zur Verfügung. An Tools interessierte Entwickler von Schriftarten können auch eine E-Mail an folgende Adresse senden: typetools@adobe.com.
Aus welchem Grund haben sich Adobe und Microsoft zur gemeinsamen Entwicklung eines neuen Schriftartenformats entschieden?
Die Entscheidung zur Zusammenarbeit entstand aus dem Wunsch, den Kunden die beste Lösung zu bieten und eine Umgebung für zukünftige gemeinsame Innovationen zu schaffen. Beide Unternehmen sind sich einig, dass die Zusammenführung des Type 1- und des TrueType-Formats die beste Lösung für den Kunden ist, da jetzt beide Schriftartenstandards nahtlos auf den Plattformen Windows und Macintosh unterstützt werden. Beide Konturenformate haben Vorteile, und durch das Zusammenführen der Schriftarten können sich beide Unternehmen auf die Entwicklung erweiterter Funktionen für ihre Kunden konzentrieren.
Was bedeutet die OpenType-Initiative hinsichtlich des Schriftarten-Geschäfts von Adobe?
Die OpenType-Initiative ist eine neue Gelegenheit für Adobe, den Schriftarten-Verkauf auf dem Windows-Markt auszuweiten, da OpenType- und Type 1-Schriftarten jetzt standardmäßig auf allen aktuellen Windows-Versionen und Mac OS X funktionieren. Windows-Benutzer können jetzt noch einfacher auf die Adobe Type Library (im Adobe Download Store) zugreifen, sodass Windows 2000/XP zu einer führenden Plattform für professionelles Publishing werden kann.
Welche Technologien lizenzieren Adobe und Microsoft gegenseitig?
Beide Unternehmen haben ihre jeweiligen Schriftarten-Rasterprogramme, Schriftarten-Produktions-Tools und Konvertierungsprogramme lizenziert. Daraus ergibt sich u. a. eine native Unterstützung von Type 1- und OpenType-Schriftarten unter Windows 2000.
Was bedeutet dies für die übrige Schriftartenindustrie?
OpenType bedeutet, dass die Entwickler von Schriftarten wählen können, ob sie entweder TrueType- oder PostScript-Konturen anbieten, diese aber in einem einzigen Schriftartenformat zusammenfassen können. OpenType ermöglicht weiterhin typografische Verbesserungen wie das Hinzufügen von Kapitälchen, Zierbuchstabenvarianten, Ligaturen, Mediäval-Ziffern und Ornamenten in der gleichen Schriftart wie die Grundschrift. Zusätzliche Sprachvarianten für Griechisch, Kyrillisch und verschiedene mitteleuropäische Sprachen können ebenfalls in die gleiche Schriftart wie die grundlegenden lateinischen Zeichen integriert werden. OpenType umfasst zudem die Lizenzierung und Einbettung von Schriftarten in Dokumente und Web-Seiten. Mit diesen Funktionen können Entwickler die Verwendung ihrer Schriftarten viel effektiver als bisher anbieten, lizenzieren und steuern.
Werden auch andere Anbieter OpenType unterstützen?
Die OpenType-Initiative ist ein offener Standard, der in der ganzen Industrie eine breite Unterstützung durch Verleger, Designer, OEMs, Druckerhersteller, unabhängige Software-Anbieter und Betriebssystem-Anbieter erfährt.
Wie schnell werden andere Entwickler OpenType-Schriftarten veröffentlichen?
Sowohl Adobe als auch Microsoft stellen Entwicklungs-Tools kostenlos unter Lizenz zur Verfügung. Eventuelle Veröffentlichungen hängen von den einzelnen Entwicklern ab; Adobe hat aber bereits mehr als 100 Entwicklern und Einzelpersonen Tools unter Lizenz zur Verfügung gestellt. Daher ist es wahrscheinlich, dass OpenType bei Entwicklern von Schriftarten breite Unterstützung finden wird.
Was bedeutet das für andere Schriftenanbieter, die über umfangreiche Schriftartenbibliotheken verfügen?
Für Schriftenanbieter besteht kein Grund zur Besorgnis, da ihre bestehenden Schriftarten auch in den neuen Betriebssystemen funktionieren. Zudem können bestehende Schriftarten mit OpenType-Verbesserungen überarbeitet werden, sodass Kunden von neuen Funktionen profitieren.
Meine OpenType-Schriftart beinhaltet echte Kapitälchen, hochgestellte und/oder tiefgestellte Zeichen. In einer bestimmten Anwendung werden mit dieser Funktion jedoch simulierte Glyphen ausgegeben. Warum?
Die Anwendung ist für die Ausgabe simulierter Glyphen für Schriftarten konfiguriert, die nicht im OpenType-Format vorliegen. Sie unterstützt entweder die OpenType-Layout- und -Ersetzungsfunktion oder die bestimmte Funktion, die sie anwenden möchten, nicht. Wenden Sie sich an den Anbieter, und teilen Sie ihm mit, dass diese Funktion in einer zukünftigen Version unterstützt werden sollte.
Meine OpenType-Schriftart enthält nicht-lateinische Zeichen, z. B. osteuropäische, griechische und kyrillische. Warum kann ich auf diese Zeichen in meiner Anwendung bzw. meinem Betriebssystem nicht zugreifen?
Die erweiterte Sprachunterstützung ist zwar gegebenenfalls in den Schriften enthalten, hängt aber von der Unicode-Unterstützung im Betriebssystem und/oder der Anwendung ab. Im OpenType-Benutzerhandbuch* finden Sie weitere Informationen, auch zur betriebssystemübergreifenden Unicode-Unterstützung von Adobe InDesign.
Welche Auswirkungen hat OpenType auf PostScript-Drucker und die PostScript-OEM-Kunden von Adobe?
Die Entwicklung von OpenType hat sowohl die Unterstützung von Type 1 unter Windows als auch die Unterstützung von TrueType in PostScript-Umgebungen verbessert, sodass Kunden mit PostScript-Druckern unabhängig von der verwendeten Schriftart beste Ergebnisse erzielen. Die Unterstützung für OpenType ist Bestandteil des PostScript-Drucksystems. Gleichzeitig werden auch die aktuellsten AdobePS™-Druckertreiber und Adobe Type Manager unterstützt.
Welche Voraussetzungen müssen zum Ausführen von OpenType-Schriften erfüllt sein?
Damit Sie OpenType-Schiftarten in allen Anwendungen verwenden können, müssen die Schriftarten auf Systemebene entweder durch das Betriebssystem oder durch ATM Light unterstützt werden. Unter Umständen benötigen Sie außerdem aktualisierte PostScript-Druckertreiber oder eine aktuellere Version einiger Anwendungen. Im OpenType-Benutzerhandbuch* finden Sie weitere Informationen hierzu.
Sind die OpenType-Schriften mit vorhandenen Anwendungen, Schriftarten, Druckern, Computern und Betriebssystemen kompatibel?
Ja, in den meisten Umgebungen verhalten sich OpenType-Schriftarten genauso wie standardmäßige Type 1- oder TrueType-Schriftarten. Im OpenType-Benutzerhandbuch* finden Sie weitere Informationen zu den Systemanforderungen an die Betriebssystemversion, die Druckertreiber etc. Einige aktuelle Betriebssysteme benötigen Adobe Type Manager oder ATM Light. Bekannte Inkompatibilitäten bei bestimmten Versionen mancher Anwendungen werden in der Bitte-lesen-Datei zu OpenType* behandelt.
Ich bin Macintosh-Anwender und habe eine OpenType-Schriftart (OTF) von einem Windows-System erhalten, die mit einem generischen Symbol angezeigt wird. Wie kann ich das ändern?
Das standardmäßige OpenType-Symbol wird angezeigt, wenn der Dateityp „sfnt“ und der Ersteller „ATMC“ ist. Überprüfen Sie das Kontrollfeld für die Dateikonvertierung, stellen Sie sicher, dass OTF-Dateien angezeigt werden, und aktivieren Sie beide Kontrollkästchen für die Dateizuordnung. Der OTF FileTyper ist ein einfaches Drag-und-Drop-Dienstprogramm, das den Dateityp und den Ersteller von OpenType-Dateien mit der Endung OTF automatisch korrigiert, selbst wenn diese Dateien sich in einem Unterordner befinden. Das Programm kann von der Adobe-Website kostenlos heruntergeladen werden. Der OTF FileTyper wurde mithilfe des MakeAutoTyper-Dienstprogramms aus der FileTyper*-Programmsammlung erstellt.
Können OpenType-Schriftarten über ein Netzwerk verwendet werden?
Ja. Voraussetzung ist jedoch, dass Ihr Computer für die Verwendung von OpenType-Schriften eingerichtet ist und Sie auf den Server zugreifen können. Auf mit dem Netzwerk verbundenen Macintosh- und Windows-Systemen können die gleichen OpenType-Schriftarten verwendet werden. Sie sollten jedoch Ihre Lizenzvereinbarung für Schriftarten überprüfen, um sicherzustellen, dass Sie die Schriftarten über ein Netzwerk verwenden dürfen und dass die Anzahl der genehmigten Benutzer nicht überschritten wird.


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