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Sekundärliteratur beim wissenschaftlichen Schreiben
Primär vs. sekundär vs. tertiär: Was zählt nicht zur Sekundärliteratur?
Bedeutung von Sekundärliteratur: Dafür brauchst du sie
Wo kannst du Sekundärliteratur finden?
Sekundärliteratur zitieren: Was musst du beachten?
Typische Fehler beim Umgang mit Sekundärliteratur
Tipps für deine wissenschaftliche Arbeit: So nutzt du Sekundärliteratur
Sekundärliteratur sind wissenschaftliche Texte, die Primärquellen analysieren und interpretieren, um Forschungsfragen zu beantworten. In diesem Artikel erfährst du:
Egal, ob Einführungsveranstaltung oder Kolloquium kurz vor deinem Abschluss, Sekundärliteratur wird dir in deinem Studium an jeder Ecke begegnen. Aber was genau ist das überhaupt? Und wie unterscheidet sich diese Literatur von anderen Publikationsarten?
Der Acrobat KI-Assistent hilft dir, komplexe wissenschaftliche PDF-Dokumente schneller zu erfassen. Lass dir Fragen beantworten oder Zusammenfassungen erstellen.
Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: Auf der einen Seite gibt es die sogenannte Primärliteratur. Das sind Originalquellen wie zum Beispiel historische Dokumente, Daten oder Artefakte. Sie bilden die Grundlage für Forschungsarbeiten und bieten Informationen aus “primärer”, also erster Hand.
Auf der anderen Seite steht die Sekundärliteratur. Damit ist wissenschaftliche Literatur gemeint, die die Primärliteratur beschreibt, analysiert oder interpretiert. Sie bietet oft einen Überblick über den Forschungsgegenstand und hilft, die Ergebnisse der Primärliteratur in einen größeren Kontext zu stellen. Anders als bei Primärquellen geht es hier also um Informationen und Erkenntnisse aus “sekundärer” beziehungsweise zweiter Hand.
Kurz gesagt: Primärliteratur IST die Quelle. Sekundärliteratur beschäftigt sich MIT der Quelle.
Wenn Wissenschaftler:innen sich mit Quellen auseinandersetzen und zu Themen forschen, präsentieren sie ihre Ergebnisse in einer Vielzahl von Formaten. Dazu zählen unter anderem:
Neben der sekundären Fachliteratur gibt es noch zwei weitere Kategorien, die für das wissenschaftliche Schreiben und Arbeiten eine wichtige Rolle spielen: die bereits genannte Primärliteratur sowie die sogenannte Tertiärliteratur.
Während Primärliteratur die Originalquellen liefert, bietet die Tertiärliteratur Zusammenfassungen, Übersichten und Referenzen. Anders als die Sekundärliteratur leistet sie jedoch keinen eigenen Forschungsbeitrag, bringt keine neuen Erkenntnisse oder Interpretationsansätze.
Hier einige Beispiele für Materialien, die nicht zur Sekundärliteratur zählen:
Originalforschung:
Studien, Experimente oder Forschungsarbeiten, die neue Daten oder Ergebnisse präsentieren, wie z. B. Forschungsartikel, die direkt aus Experimenten, Fallstudien, Tests oder Umfragen stammen.
Enzyklopädien und Lexika:
Nachschlagewerke, die grundlegende Informationen zu einer Vielzahl von Themen bieten und keine Originalforschung darstellen.
Erstveröffentlichungen:
Dokumente oder Werke, die erstmals neue Theorien, Konzepte oder Daten vorstellen, wie z. B. eine Dissertation.
Lehrbücher:
Bücher, die eine Einführung in ein Fachgebiet bieten und Inhalte zusammenfassen, die aus primärer und sekundärer Literatur stammen.
Primärquellen in den Sozialwissenschaften:
Interviews, Fragebögen, ethnographische Beobachtungen oder Tagebücher, die direkte Einblicke oder Daten bieten.
Bibliographien:
Verzeichnisse von Büchern, Artikeln und anderen Quellen, die Literatur zu bestimmten Themen auflisten.
Primärquellen in den Geisteswissenschaften:
Historische Dokumente, literarische Werke, Manuskripte, Briefe oder Autobiographien, die originale Inhalte oder Perspektiven bieten.
Kataloge:
Listen und Sammlungen von Werken, oft in Bibliotheken oder Archiven, die nicht selbst originale Forschungsdaten oder -analysen bieten.
Eine gute wissenschaftliche Arbeit basiert sowohl auf Primärquellen als auch auf Literatur, die diese Quellen einordnet und analysiert – der Sekundärliteratur. Hier sind die wichtigsten Vorteile von Sekundärquellen:
“Die Verwendung von Sekundärquellen ist für wissenschaftliche Arbeiten von zentraler Bedeutung, da sie den Kontext und die Relevanz primärer Forschungsergebnisse in den bestehenden Wissenskanon einordnen. Sekundärquellen helfen, unterschiedliche Perspektiven und Interpretationen eines Themas zu erkennen und tragen zur kritischen Reflexion bei. Gleichzeitig ermöglichen sie die Identifikation von Forschungslücken und den Vergleich von methodischen Ansätzen, was die Grundlage für weiterführende Untersuchungen bildet.”
Marcus Wittkamp, wissenschaftlicher Autor und Lektor
Du weißt nun, welche Vorteile dir sekundäre Forschungsarbeiten für deine nächste Hausarbeit, deine Masterarbeit oder sogar deine Dissertation bietet. Doch wo genau sollst du deine Suche nach Sekundärtexten starten? Du hast mehrere Optionen:
Achte in deiner Seminararbeit, Abschlussarbeit oder Doktorarbeit darauf, immer sorgfältig zu zitieren und sämtliche Primär- und Sekundärquellen anzugeben. Nur so kannst du sicherstellen, dass deine Betreuung alle Quellenangaben nachvollziehen kann und du im Fall einer Plagiatsprüfung keine Probleme bekommst. Mit den folgenden Tipps bist du auf der sicheren Seite.
Du möchtest in deiner Arbeit Informationen oder Textstellen aus einem Fachbuch zitieren. Das kannst du entweder als direktes Zitat oder als indirektes Zitat machen. Für die erste Variante gibst du eine Passage einfach wortwörtlich wieder und setzt sie in Anführungszeichen. Indirekte Zitate sind etwas aufwendiger, hier musst du paraphrasieren. Das bedeutet, du gibst das Argument oder die These in eigenen Worten wieder. Egal, welche Option du wählst: Wichtig ist, dass du immer die Quelle dazu angibst.
In Sekundärtexten werden häufig Primärquellen zitiert. Wenn du eine solche Passage in deiner Arbeit verwenden willst, bedeutet das, dass du sowohl die Sekundärquelle als auch die Primärquelle angeben musst. Du unterscheidest bei der Zitation wie folgt:
Egal, ob es sich um Primärquellen oder Sekundäranalysen handelt: In deinem Literaturverzeichnis musst du vollständige Angaben machen. Dazu zählen:
Wenn du Sekundärliteratur zitieren möchtest, kannst du dich einfach an den Vorgaben deines gewählten Zitierstils orientieren. Das Wichtigste ist, dass du in deiner Arbeit einen einheitlichen Stil nutzt, und nicht zwischen den einzelnen Zitierweisen wechselst. Einige Beispiele:
APA: Nachname, Initialen. (Jahr). Titel des Werkes. Verlag.
Beispiel: Mustermann, M. (2024). Zitieren. S. Fischer.
MLA: Nachname, Vorname. Titel des Werkes. Verlag, Jahr.
Beispiel: Mustermann, Max. Zitieren. S. Fischer, 2024.
Chicago: Nachname, Vorname. Titel des Werkes. Ort: Verlag, Jahr.
Beispiel: Musterfrau, Marta. Quellen. München: Wissenschaftsverlag, 2024.
Harvard: Name, Vorname (Jahr), Titel des Werkes, Aufl., Erscheinungsort.
Beispiel: Musterfrau, Marta (2024). Quellen. München.
Deutsche Zitierweise: Vorname Nachname, Titel des Werkes. Ort: Verlag Jahr.
Beispiel: Max Mustermann, Zitieren. Stuttgart: S. Fischer 2024.
Gerade zu Beginn deines Studiums kann es eine Herausforderung sein, mit wissenschaftlichen Texten fremder Forschender zu arbeiten. Da schleichen sich schnell Fehler ein. Folgende Punkte gehören zu den häufigsten Stolperfallen:
Arbeite effizienter und perfektioniere deine Abschlussarbeit mit den praktischen Acrobat-Onlinetools von Adobe – von der Einleitung bis zur erfolgreichen Abgabe.
Mit ein bisschen Übung wird dir der Umgang mit Forschungstexten schon bald leicht von der Hand gehen – erst recht, wenn du einige praktische Tipps befolgst:
Wissenschaftliche Erkenntnisse entwickeln sich ständig weiter. Deshalb ist es wichtig, auf dem neuesten Stand zu sein. Achte bei deiner Literaturrecherche darauf, dass deine Auswahl möglichst aktuell und relevant für dein Thema ist.
Schau dir immer Forschungsarbeiten von verschiedenen Autor:innen und aus verschiedenen Publikationen an, um möglichst unterschiedliche Perspektiven zu finden. Das hilft dir, ein umfassendes Verständnis deines Themas zu entwickeln und mögliche Vorurteile zu vermeiden.
Analysiere die Methoden, die in der Sekundärliteratur verwendet werden. Überprüfe, ob die gewählten Methoden angemessen sind und ob die Ergebnisse valide und zuverlässig sind. So kannst du sicherstellen, dass die Erkenntnisse auch zu deiner Forschungsfrage passen.
Nicht jede Quelle oder jeder wissenschaftliche Text ist gleich wertvoll und nützlich. Konzentriere dich auf renommierte und glaubwürdige Veröffentlichungen, um die Qualität deiner Arbeit zu sichern. Das erkennst du insbesondere am Rating von Veröffentlichungen bzw. Zeitschriften. Sind diese mit „A“ oder „A+“ geratet, so kannst du von einer hohen Qualität ausgehen. Nutze hierzu am besten das VHB Jourqual um die Qualität zu prüfen.
Hinterfrage immer die Argumente und Interpretationen der Autor:innen, um ihre Relevanz für deine eigene Forschung zu verstehen. Achte darauf, ob die Analysen sinnvoll und gut fundiert sind.
Wenn du Sekundärtexte verwendest, sollten sie nie unabhängig vom Rest deines Textes stehen. Achte darauf, Zitate oder Argumente aus der Literatur immer in Zusammenhang zu deinen eigenen Thesen oder Fragestellungen zu setzen.
Du hast deine Sekundärliteratur sorgfältig ausgewählt und viele wichtige Quellen durchgesehen. Jetzt möchtest du deine Dokumente in einem übersichtlichen Format zusammenführen? Das kostenlose Adobe Acrobat Online Tool „PDF zusammenfügen“ hilft dir dabei.
Autor:
Der Dipl.-Betriebswirt und Experte in den Fachbereichen BWL, VWL und Finanzen hat bereits zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten verfasst und verfügt über ein breites Wissen in diesem Bereich.
Das solltest du unbedingt Wissen, bevor du deine wissenschaftliche Arbeit schreibst.
Lerne, wie du Primär- und Sekundärquellen korrekt angibst.
Lerne, wie du Primärliteratur in deiner Arbeit verwendest.
Tipps, Tricks und Vorgaben. Alles, was du wissen musst um einen guten Hauptteil zu schreiben.