PDF/A: Wie unterscheidet sich das Format von PDF?
Was das PDF/A-Format auszeichnet, was der Unterschied zum PDF ist und wie du selbst PDF/A-Dateien erstellst.
Was das PDF/A-Format auszeichnet, was der Unterschied zum PDF ist und wie du selbst PDF/A-Dateien erstellst.
Die Archivierung digitaler Dokumente gewinnt in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Viele Dateien müssen aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungsfristen über Jahre oder sogar Jahrzehnte sicher gespeichert werden. Genau dafür wurde das PDF/A-Format entwickelt – das „A“ steht für Archivierung. Das PDF/A-Format – häufig auch als PDFA bezeichnet – eignet sich dementsprechend optimal für rechtssichere und langfristige Archivierung, z. B. in Behörden, Archiven und Unternehmen. Es wurde 2005 eingeführt und garantiert, dass Inhalte auch nach vielen Jahren originalgetreu dargestellt werden können.
Wir zeigen dir, was das PDF/A-Format auszeichnet, wie du PDF in PDF/A umwandelst und welche Vor- und Nachteile die Verwendung mit sich bringt.
PDF/A steht für „Portable Document Format Archivable“ und ist ein spezielles Dateiformat zur Langzeitarchivierung digitaler Dokumente. Es handelt sich um eine Unterart des PDF-Formats, die von der International Organization for Standardization (ISO) genormt wurde. Der ISO-Standard für PDF/A legt genau fest, wie Elemente wie Schriften, Farben, Bilder und Layouts gespeichert werden müssen, damit das Dokument auch nach vielen Jahren originalgetreu lesbar bleibt.
Zum PDF/A-Standard gehört auch, dass elektronische Dokumente unabhängig von Software, Betriebssystem oder Bearbeitungstools unverändert bleiben. Du kannst eine PDF/A-Datei in Adobe Acrobat öffnen und anzeigen, sie ist jedoch nicht zur nachträglichen Bearbeitung vorgesehen.
Wenn du ein PDF/A-Dokument in Acrobat bearbeitest, erhältst du eine Warnung – die Datei kann zwar geändert werden, entspricht danach aber nicht mehr dem PDF/A-Format. So gewährleistet PDF/A eine revisionssichere Archivierung und stellt sicher, dass Dokumente über Jahrzehnte unverändert, lesbar und archivkonform bleiben.
Dokumente können mit dem Format PDF/A über einen längeren Zeitraum archiviert werden.
Im Gegensatz zu herkömmlichen PDF-Dateien wurde das PDF/A-Format speziell für die Langzeitarchivierung entwickelt. Dokumente bleiben langfristig lesbar – unabhängig von externer Software.
Deshalb unterstützt PDF/A keine Audio- oder Videoinhalte, da deren Wiedergabe zusätzliche Programme erfordern würde. Alle Schriftarten, Bilder und Grafiken müssen direkt in der PDF/A-Datei eingebettet sein.
Verschlüsselungen oder Passwortschutz sind nicht vorgesehen, damit archivierte Dateien jederzeit zugänglich bleiben. So wird sichergestellt, dass wichtige Dokumente auch nach Jahrzehnten vollständig lesbar bleiben.
PDF ist nicht gleich PDF – neben PDF/A gibt es weitere Spezialformate für unterschiedliche Zwecke:
PDF/X: Optimiert für den Druckprozess – stellt sicher, dass Farben, Schriften und Auflösung den Druckanforderungen entsprechen.
PDF/E: Speziell für technische Dokumente im Engineering-Bereich, z. B. CAD-Zeichnungen.
PDF/VT: Für den variablen Datendruck, z. B. personalisierte Mailings oder Rechnungen.
PDF/UA: Barrierefreies PDF-Format, das die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen sicherstellt.
PDF/H: Speziell für das Gesundheitswesen entwickelt – ermöglicht den sicheren Austausch und die Archivierung von Patientendaten.
Für die digitale Langzeitarchivierung stehen vier Varianten des PDF/A-Standards zur Verfügung: PDF/A-1, PDF/A-2, PDF/A-3 und PDF/A-4.
PDF/A-1 bildet die ursprüngliche Version des PDF/A-Formats und definiert die grundlegenden Anforderungen an die revisionssichere Archivierung. Die neueren Varianten PDF/A-2, PDF/A-3 und PDF/A-4 erweitern diesen Standard um zusätzliche Funktionen und höhere Flexibilität – beispielsweise beim Einbetten von Dateien oder bei der Unterstützung moderner PDF-Features.
Im Folgenden sehen wir uns die unterschiedlichen PDF/A-Formate und ihre Konformitätsstufen genauer an.
PDF/A-1 ist die erste Version des PDF/A-Standards und bildet die Grundlage für die Langzeitarchivierung im PDF/A-Format. Diese Variante stellt sicher, dass alle Quellen – wie Schriften, Bilder, Grafiken und Illustrationen – vollständig eingebettet sind. Außerdem unterstützt sie digitale Signaturen und die Nutzung von Hyperlinks.
Der PDF/A-1-Standard unterscheidet zwei Konformitätsebenen:
Die PDF/A-2-Version, veröffentlicht 2011, erweitert PDF/A-1 um neue Funktionen für die Langzeitarchivierung. Sie unterstützt die Kompression von Grafiken wie JPEG-2000, transparente Elemente und PDF-Ebenen. Zudem können PDF/A-1-Dokumente in PDF/A-2-Dateien eingebunden werden.
PDF/A-2 definiert drei Konformitätsstufen:
PDF/A-3 wurde 2012 veröffentlicht und erlaubt es, beliebige Dateitypen direkt in ein PDF/A-3-Dokument einzubetten. So können beispielsweise die Quelldaten oder andere relevante Dateien dem Archivdokument beigefügt werden. Auch hier gibt es die bekannten Konformitätsstufen: PDF/A-3b, PDF/A-3u und PDF/A-3a.
PDF/A-4 wurde 2020 veröffentlicht und führt zwei neue Konformitätsstufen ein:
Die Version PDF/A bietet einige Vorteile, aber auch einige Nachteile, auf die wir im folgenden Abschnitt etwas näher eingehen wollen.
PDF/A dient vor allem der langfristigen Archivierung digitaler Informationen. Typische Einsatzbereiche sind:
Die Dateiendung verrät nicht, ob es sich um ein PDF/A-Dokument oder ein herkömmliches PDF handelt. Um die PDF/A-Version deiner Datei zu prüfen, öffne sie in Adobe Acrobat und gehe zu „Einstellungen“, um die Version anzuzeigen.
Zusätzlich kannst du in Acrobat die Funktion „Konformität prüfen“ nutzen. Im Navigationsfenster werden alle relevanten Informationen zur Datei angezeigt. Dort siehst du den verwendeten PDF/A-Standard, den ISO-Namen sowie die Kompatibilität mit anderen PDF-Formaten wie PDF/X, PDF/E, PDF/VT oder PDF/UA .
Du möchtest eine PDF-Datei in PDF/A umwandeln oder ein Dokument direkt als PDF/A speichern? Neben Adobe Acrobat Pro unterstützen auch Microsoft Word und LibreOffice die direkte Speicherung im PDF/A-Format.
In Microsoft-Word kannst du ein Dokument direkt aus dem Office-Programm in PDF/A speichern.
Möchtest du eine bestehende PDF-Datei in PDF/A konvertieren? Mit Adobe Acrobat Pro geht das in wenigen Schritten:
In Acrobat Pro kannst du mithilfe von Profilen ein Dokument in PDF/A konvertieren.
Noch einfacher wird die Umwandlung von PDF in PDF/A über die PDF-Standards-Einstellung.
Technologien entwickeln sich ständig weiter. Was heute noch aktuell erscheint, kann in wenigen Jahren veraltet sein. Deshalb sollten wichtige Dokumente und Unterlagen in einem Format gespeichert werden, das auch langfristig zugänglich bleibt. PDF/A, eine spezielle Variante des PDF-Formats, gewährleistet die Langzeitarchivierung, da alle Inhalte in die Datei eingebettet sind und Dokumente unabhängig von Software oder Betriebssystem jederzeit reproduzierbar bleiben. Mit Adobe Acrobat Pro kannst du PDF-Dateien in wenigen Minuten in PDF/A konvertieren und sie anschließend sicher auf einem Server oder in der Cloud archivieren.
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