Was ist Kritik am Arbeitsplatz?
Kritik wird als „Missbilligung von etwas oder jemandem aufgrund wahrgenommener Fehler oder Makel“ definiert. Es gibt zwei Arten von Kritik, auf die du am Arbeitsplatz stoßen kannst: destruktive und konstruktive Kritik.
Was ist konstruktive Kritik?
Kritik ist konstruktiv, wenn sie professionell übermittelt wird, sodass sie die kritisierte Person dazu ermutigt, an den Kritikpunkten zu arbeiten und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Sie kann dazu beitragen, die Leistung zu verbessern und die Produktivität zu steigern. Außerdem:
- trägt sie zu einem positiven Umfeld bei,
- fördert sie kontinuierliches Lernen,
- motiviert sie zu fachlicher Weiterentwicklung,
- stärkt sie Beziehungen,
- hilft sie bei der Entscheidungsfindung.
Beispiel für konstruktives Feedback:
„Mir hat deine Präsentation sehr gefallen, doch beim nächsten Mal könntest du vielleicht mehr visuelle Elemente hinzufügen, um das Interesse des Publikums hochzuhalten. Die ersten Abschnitte solltest du aber auf jeden Fall so lassen, die waren sehr eindrucksvoll. Nur die Folien 8 bis 10 wären mit einigen Bildern noch besser.“
Diese kritische Beurteilung:
- betont, was gut gemacht wurde,
- übermittelt die Kritik auf ausgewogene Weise,
- erklärt genau, was man beim nächsten Mal besser machen kann.
Was ist destruktive Kritik?
Destruktive Kritik, auch als negative Kritik bezeichnet, hat die entgegengesetzte Wirkung. Die angesprochene Person fühlt sich dadurch nicht wertgeschätzt, sondern bekommt das Gefühl von Unzulänglichkeit vermittelt und wird sich vermutlich ärgern.
Selbst, wenn konstruktive und negative Kritik dieselbe Botschaft haben, erklärt die konstruktive Version, was nicht gut war und wie man es besser machen könnte. Sie ist eine Chance, sich weiterzuentwickeln.
Negatives Feedback wiederum betont nur, was nicht gut war, und hört an dem Punkt auf. Sie zeigt keine Chancen zur Weiterentwicklung auf.
Beispiel für negatives Feedback:
„Bei deiner Präsentation haben visuelle Elemente gefehlt, sodass die Zuhörer das Interesse verloren haben. Das solltest du beim nächsten Mal berücksichtigen.“
Diese kritische Beurteilung:
- hat keinen positiven Rahmen;
- enthält keine Details, die man umsetzen könnte.
Die kritisierte Person erhält kein detailliertes Feedback und kann dies daher als negativen Kommentar auffassen, der keine Gelegenheit zur Weiterentwicklung beinhaltet.