Erwecke mit redaktioneller Fotografie Geschichten zum Leben.

Entdecke die Welt der redaktionellen Bilder und erfahre, wie du Geschichten erzählst, Foto-Shootings planst und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Foto einer Person, die Make-up trägt, und ein gespiegeltes Bild dieser Person auf der rechten Seite

Foto von Stephen Hudson

Stich mit redaktionellen Bildern hervor.

In der Regel beschreibt redaktionelle Fotografie die Bilder, die Artikel in Veröffentlichungen begleiten. Doch redaktionelle Bilder können auch eigenständig existieren und das Narrativ bildlich vermitteln oder ein kreatives Konzept umreißen. „Was sie von der Werbefotografie unterscheidet, ist das Element des Storytellings“, erklärt die professionelle Fotografin Amanda Lopez. Verglichen mit Fotos eines Fußballspiels oder einer politischen Veranstaltung erfordern redaktionelle Bilder mehr Planung und Vorbereitung.

 

Wenn ein Artikel ein bestimmtes Thema behandelt, wie eine Person, eine Fashionshow oder eine besondere Architektur, dann wird dieses Thema auf intimere oder aufwändigere Weise fotografiert, um das Narrativ hervorzuheben. „Es geht darum, den Moment einzufangen. Ich konzentriere mich nicht nur auf das Motiv selbst, sondern versuche auch, seine Umgebung einzufangen“, so Fotografin Allie Hine.

Ein Model, das an einer Wand lehnt und für ein Foto posiert

Foto von Amanda Lopez

Eine andere Art der Fotografie.

„Es gibt unglaublich viele verschiedene Arten redaktioneller Fotografie“, erklärt Lopez. „Mein Fokus liegt beispielsweise auf Personen. Doch es gibt auch Food-Fotografen, Modefotografen, Fotojournalisten … all das fällt in die Kategorie der redaktionellen Fotografie.“ Die Fotos in Magazinartikeln und Zeitungen sind oft ausschließlich für die redaktionelle Verwendung bestimmt. Das heißt, dass ihre Nutzungsrechte eingeschränkt sind und die Bilder nicht für Werbung umfunktioniert werden können.

 

Zwar eignen sich einige Bereiche eher für redaktionelle Fotografie, darunter beispielsweise Modefotografie. Doch nahezu jedes Motiv kann im redaktionellen Stil fotografiert werden. Redaktionelle Porträts können sich auf das Leben oder die Leidenschaft des Motivs konzentrieren, während bei redaktionellen Modefotos wahrscheinlich eher ein bestimmtes Kleidungsstück oder eine Modelinie im Fokus steht.

Collage aus Fotos verschiedener Motive, darunter verschiedene Arten von Stoff, ein Holzschrank, ein Model, das eine Decke um sich trägt, und eine Gabel, die kurz davor ist, einen herzförmigen Ballon zum Platzen zu bringen

Wichtig ist die Geschichte, die du erzählen möchtest, und für welchen Ort dein Foto bestimmt ist. Wenn du etwas für die New York Times fotografierst, verwendest du einen anderen redaktionellen Stil als für die Teen Vogue. Behalte bei redaktionellen Fotos stets den Kunden, das Produkt, die Story und das Ziel im Blick.

 

Die richtige Planung redaktioneller Foto-Shootings.

In der redaktionellen Fotografie sind es in der Regel Creative Directors, Fotoredakteure oder Publisher, die sich an dich wenden, um ein Fotoshooting zu planen. Doch bevor du deine Kamera auspacken und loslegen kannst, musst du dich auf den Fototermin vorbereiten.

 

Informiere dich über das Motiv.

Vor dem Shooting solltest du möglichst viele Informationen einholen, damit du die richtige Ausrüstung einpacken und das Shooting richtig planen kannst. Stelle viele Fragen, darunter die folgenden: Worum geht es bei der Story? Wer ist die Person oder das Motiv? Wie ist die Stimmung oder der Tonfall der Story?

Zwei Fotos nebeneinander: ein Profil eines Models und ein Model, das auf einem Stuhl posiert

Foto von Amanda Lopez

„Ich frage mich immer: Wie wurde diese Person zuvor fotografiert? Und wie kann ich sie vielleicht anders in Szene setzen? Denn es ist immer wichtig, neue und frische Werke zu schaffen. Schließlich sollen deine Fotos nicht aussehen wie die Bilder anderer Fotografen“, rät Lopez. Während du dein Motiv recherchierst, kannst du bereits Ideen für das Shooting sammeln.

 

Je nach Kunde und Story sprichst du wahrscheinlich mit dem Kunden darüber, was er von dem Shooting erwartet und welche Art von Bild am Ende benötigt wird. „Das passiert mir oft. Ich übertreibe lieber etwas, anstatt mich für die sichere Variante zu entscheiden. Denn mir ist es lieber, wenn der Kunde am Ende etwas weniger möchte als etwas mehr“, erklärt Fotograf Stephen Hudson.

 

Erstelle ein Moodboard.

Bei redaktionellen Fotoshootings ist ein Moodboard essenziell. So wissen alle Beteiligten ganz genau, wie das Ziel des Shootings und die ideale Ästhetik aussehen. „Moodboards sind die beste Methode, um deine Ideen und deine Ziele zu vermitteln. Doch nicht immer findet sich genau das richtige Bild. Ich kenne auch Fotografen, die vorab die Storyline aufzeichnen, fast wie bei einem Storyboard in der Filmbranche. Das ist sehr nützlich, um die Farbpalette zu bestimmen“, erklärt Hudson.

Collage verschiedener Porträtfotos von Personen
Ein Fotograf, der gedruckte Fotos auf einem Tisch auslegt

„Ich erstelle immer ein Moodboard mit Inspirationen. Doch oftmals haben Kunden bereits ein Moodboard vor Augen – in diesem Fall sprechen wir uns ab, um gemeinsam ein Moodboard zu erstellen“, so Hine. „Drucke dein Moodboard für den Tag des Shootings aus. Gerade in unserem digitalen Zeitalter ist es erfrischend, die Vision, die du einfangen möchtest, ganz einfach an die Wand zu heften und ständig vor Augen zu haben.“

 

Lege die Details fest.

Wenn du die Stimmung und Ästhetik geplant hast, ist es an der Zeit, sich um die Details zu kümmern. Du musst nicht nur die richtige Ausrüstung einpacken, die passenden Requisiten mitnehmen und den perfekten Ort für dein Shooting finden, sondern wahrscheinlich auch etwas Papierkram erledigen. Wenn du Models engagierst oder eine Location für dein Shooting mietest, benötigst du Arbeitsverträge und Eigentumsfreigaben. Diese Formulare können deinen Kunden schützen und sorgen dafür, dass alle Beteiligten fair bezahlt werden.

 

Redaktionelle Fotografie: Tipps und Tricks.

Konzentriere dich auf die Story.

Behalte während des Shootings stets dein Narrativ im Blick. „Gefühle zu wecken, ist ein wichtiger Bestandteil des redaktionellen Prozesses. Das Foto sollte sich wie ein ganz persönlicher Teil der Story anfühlen“, erklärt Lopez. Deine Bilder müssen eine Erweiterung der Geschichte darstellen. Befolge also deine Shotlist (oder dein Sequenzprotokoll) und halte dich an deinen Plan.

 

Verhalte dich immer respektvoll.

„Redaktionell zu arbeiten, ist ein Privileg. Es ist nicht selbstverständlich, dass dir eine Person Zugang zu ihrem Zuhause oder zu ihrer Welt gewährt. Deshalb solltest du diese Umgebung, diesen Raum und die Personen, mit denen du arbeitest, stets respektvoll behandeln“, rät Lopez. Egal, ob Stylist, Creative Director oder Model – sei stets höflich und freundlich zu allen Personen am Set. So haben alle Beteiligten ein gutes Gefühl und du kannst auf natürlichere und gemeinschaftlichere Weise mit deinen Kollegen arbeiten.

Ein Model, das umgeben von blumenähnlichen Requisiten posiert

Foto von Stephen Hudson

Entwickle deinen eigenen Stil.

Redaktionsfotografen haben jeweils ganz eigene Ästhetik. „Meine Fotos sind ziemlich auffällig, hell, bunt und direkt. Das ist das Besondere an meinem Stil und meiner Ästhetik“, so Hudson. Spiele mit Lichtquellen, Kamerawinkeln und einzigartigen Posen, um genau die richtige Einstellung für deinen Ansatz zu finden. So kannst du einen Stil finden, der aus der Masse heraussticht – egal, ob du eine helle und fröhliche oder eine dunkle und dramatische Stimmung bevorzugst.

 

Bleibe stets flexibel.

Am Set werden dir unweigerlich Probleme begegnen – bleibe also flexibel und halte stets einen Backup-Plan bereit. „Ich möchte Fotos aufnehmen, die die Person im besten Licht zeigen, die respektvoll sind und die eine Story erzählen. Doch das Ganze ist auch ein gemeinschaftliches Projekt: All die Ideen, die ich zum Shooting habe, können sich ändern, wenn ich bei der Location ankomme und die Person kennenlerne“, erklärt Lopez. Lasse dich bei deinen Entscheidungen während des Shootings einfach von der Story leiten. So kannst du großartige redaktionelle Bilder schaffen.

Collage aus drei Fotos von Personen, die für ein Foto posieren

Fotos von Allie Hine

Vergiss nicht die Nachbearbeitung.

Redaktionelle Fotos sind keine einfachen Schnappschüsse, weshalb sie oft in der Postproduktion bearbeitet werden müssen. Hierfür benötigst du eine passende Bearbeitungssoftware wie Adobe Photoshop Lightroom, um deine Aufnahmen zu optimieren. Wenn du dein Shooting im öffentlichen Raum durchführst, musst du vielleicht unerwünschte Objekte im Hintergrund der Aufnahmen wegschneiden, wie Mülleimer oder Straßenlaternen. Wenn all deine Bilder den gleichen Look oder die gleiche Stimmung aufweisen sollen, kannst du auch mit eigenen Vorgaben experimentieren. So kannst du bei der Bearbeitung großer Fotomengen Zeit sparen.

 

Mit redaktionellen Bildern können Fotografen ihre kreative Freiheit erkunden, während sie eine Story erzählen. Egal, ob Porträts, Modeaufnahmen oder Konzeptfotos – indem du deinen Bildern ein Narrativ hinzufügst, kannst du deine Fähigkeiten erweitern und einzigartige Fotos für dein Portfolio schaffen.

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