Top Tipps für die Portraitfotografie.

Portraitfotografie ist eine der beliebtesten Arten der Fotografie – und eine der schwierigsten. Wie kann man die richtige Verbindung zu einer Person herstellen und sie gleichzeitig im besten Licht darstellen?

 

In diesem Expertenratgeber zur Portraitfotografie gibt die Fotografin Rosie Matheson ihre Top Tipps preis. Sie spricht mit anderen professionellen Fotografen darüber, was man bei der Portraitfotografie beachten sollte.

Frau  mit Sommersprossen im Portrait

Was ich dir beibringen kann:

 

Für mich geht es bei der Portraitfotografie darum, den einen Moment einzufangen, der erzählt, wer die abgebildete Person ist. Damit meine ich ihre Werte, Erfahrungen, Interessen – einfach alles. Vielleicht denkst du, dass es gar nicht möglich ist, all das aus dem Gesicht einer Person zu schließen, aber es ist tatsächlich machbar.

Ich zeige dir, warum Ehrlichkeit das wichtigste Mittel der Portraitfotografie ist – und wie du sie aus deinen Motiven holst.

Wenn du eine echte Verbindung zu deinem Motiv herstellen kannst, bist du schon auf halbem Weg zu großartigen Fotoporträts. Anthony Pidgeon, ein Profi-Porträtfotograf, erklärt: „Bei großartigen Porträts geht es zu großen Teilen um die Beziehung. Das ist kein technischer Aspekt der Fotografie, aber ich denke, bei Porträts ist das wirklich entscheidend, denn man arbeitet hoffentlich zusammen. Das Motiv bietet dir etwas an, du solltest das honorieren und einen Weg finden, dies auszudrücken. Es gibt ein Element des Vertrauens: Vertrauen sie dir? Vertraust du darauf, dass sie während des Prozesses bei dir bleiben? Wurde eine Beziehung hergestellt? Dann kannst du den besten Ausdruck dieser Beziehung mit Beleuchtung, Posieren und Komposition finden.“ Anna Goellner, die sich auf Hochzeitsfotografie spezialisiert hat, sagt es so: „Du versuchst, eine Geschichte zu erzählen; du versuchst zu zeigen, wer diese Person ist.“

 

Stelle eine Verbindung mit deinem Motiv her.

Nachdem du die richtige Person für dein Foto gewählt hast, ist die nächste Herausforderung, schon ohne Kamera eine erste Verbindung mit ihr aufzubauen. Meine Motive sind mir oft vollkommen fremd, aber es ist wichtig, solche Grenzen zu überschreiten, um das meiste aus dem Fotoshooting holen zu können.

Doch wie schaffst du es, einen freundschaftlichen Moment zu kreieren? Beginne einen Dialog, stelle Fragen, finde Dinge, die ihr gemeinsam habt. Je mehr du dein Motiv dazu bringst, sich zu entspannen, desto mehr wird er oder sie dir im Fotoshooting preisgeben. Er erklärt: „Es dauert vielleicht schon 30 Minuten dauern, bis ihr euch wirklich kennengelernt habt.“

Pidgeon weist auch darauf hin, dass jede Sitzung anders ist. Du musst deinem Motiv gegenüber aufmerksam bleiben, denn manche sind präsenter als andere. „Ich denke, es kommt auf die Person an – wo sie ist, was geschieht, ob sie dort sein will. Oftmals ist das nicht der Fall“, sagt er. „Häufig haben sie fünf Termine vor dir und fünf andere Dinge danach zu erledigen und schauen ständig auf die Uhr. Manche Leute sagen: „Ja, lass uns was Cooles machen.“ Und andere sagen: „Bringen wir es hinter uns." Manche Menschen sind wirklich schüchtern. Man kann das lenken, wenn man ein Gefühl für den ihr Engagement bekommt." 

“Beginne einen Dialog, stelle Fragen, finde Dinge, die ihr gemeinsam habt. Je mehr du dein Motiv dazu bringst, sich zu entspannen, desto mehr werden sie dir im Fotoshooting preisgeben.”
Frau in der Spiegelscherbe
Frau mit rotem Hoodie

Wenn du ein Gefühl für die Person hast, mit der du arbeitest, richte deine Aufmerksamkeit auf den Raum. Pidgeon schlägt vor, sich zu fragen: „Gibt es natürliche Lichtquellen? Ist es eine Szene, in der ich hartes Licht, weiches Licht, direktes oder indirektes Licht verwenden werde? Was wird diese Geschichte erzählen?“
Ein besseres Verständnis für die Person, mit der du arbeitest, hilft dir dabei zu entscheiden, wie du ihre Geschichte am besten erzählst. Erfährst du zum Beispiel, dass ein Schmuckstück für sie eine besondere Bedeutung trägt, kannst du sie fragen, ob sie ihren Ring, ihre Kette oder ihr Armband in einer bestimmten Pose präsentieren kann. Vielleicht erfährst du auch, dass ein bestimmter Ort wie eine Bushaltestelle oder ein Skatepark in ihrer Geschichte eine große Rolle spielt.

Man kann sich leicht gehetzt fühlen, wenn man jemanden fotografiert, aber einer der Schlüssel zu einem guten Porträt ist, sich Zeit zu nehmen, um eine Verbindung herzustellen und nachzudenken. Naba Zabih, Fotografin für Hochzeiten und Verlobungen, sagt, dass es selbst im Trubel eines großen Ereignisses wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, um ein Bild zu komponieren, auf das man stolz sein kann. Sie fährt fort: „Vor allem, wenn alles digital und superschnell ist, halte einfach inne, komponiere und denke über die Aufnahme nach, bevor du sie machst.“ Denke daran, dass du bei einem Porträtfoto einen zusätzlichen Faktor berücksichtigen musst: „Menschen bleiben Menschen", sagt Zabih, „also sind sie definitiv schwieriger zu fotografieren als etwas, das stillsteht – sie bewegen sich. Sie blinzeln,“

 

So nutzt du Licht in der Portraitfotografie.

Die Beleuchtung entscheidet, welche Emotionen ein Bild hervorruft. So viele Elemente der Porträtfotografie basieren eher auf Intuition als auf technischer Kontrolle. Daher ist es nützlich, von Anfang an eine gute Beleuchtung für deine Porträtfotositzung zu finden oder zu arrangieren. Wenn du in einem Studio fotografierst, musst du viele dieser Entscheidungen im Voraus treffen. Ingersoll schlägt vor: „Wenn du ein dramatisches, kontrastreiches Porträt möchtest, wirst du wahrscheinlich eher direktes Licht verwenden, sei es Sonnenlicht oder künstliches Licht. Wenn du ein weniger dramatisches Foto suchst, sondern eher ein professionelles Porträtfoto, dann wird es diffuser sein, mit mehreren Lichtquellen. Du hast eine primäre Lichtquelle, in der Regel die hellste, und diese beleuchtet eine Seite des Gesichts des Porträtierten. Dann möchtest du auch die andere Seite beleuchten, sodass du einen sekundären Lichteinfall hast – ansonsten erhältst du ein sehr dramatisches Bild. Eine dritte Lichtquelle ist optional. Manchmal wird diese verwendet, um die Haare oder den Hintergrund zu beleuchten, wenn es einen gibt.“

„Ein Fotoshooting im Freien ist eine Herausforderung und Erfahrung wie keine andere – genauso wie das Wetter, an das du dich anpassen musst.“

Pidgeon empfiehlt: „Wenn die Menschen älter werden, möchte man das Licht ein bisschen weicher machen, es sei denn, man möchte die Hautstruktur von jemandem wirklich betonen.“ Aber wenn jemand Aknenarben oder Falten hat, würdest du normalerweise nicht mit einem dramatischen Licht arbeiten, es sei denn, dies ist wirklich Teil der Persönlichkeit. Ich denke, ein Teil davon ist die Frage: „Wird das für sie vorteilhaft sein, erscheinen sie in ihrem besten Licht? Handelt es sich um eine dynamische Person? Haben sie ein markantes Merkmal? Ist das angemessen?“ Er warnt: Porträtfotografen müssen unbedingt wissen, wie sie für eine ausgewogene Beleuchtung sorgen. „Viele Anfänger neigen dazu, zu viel Blitzlicht einzusetzen, und dann bekommt man eine Art Fahndungsfoto“, sagt er. „Im Grunde macht man zwei Belichtungen gleichzeitig, wenn man das Hauptlicht und das Aufhelllicht austariert. Wenn du ein Verständnis dafür entwickelt hast, wie dieses Gleichgewicht funktioniert, kannst du schrittweise Änderungen vornehmen, anstatt einfach zu sagen: ‚OK, entweder klappt es jetzt oder es klappt nicht.‘“

Südländischer Mann schaut ernst in Kamera

Wenn du Porträtfotografie im Freien bei überwiegend natürlichem Licht machst, brauchst du ein etwas anderes Werkzeug. Goellner hat aus ihrer Erfahrung mit Hochzeiten im Freien gelernt, dass die Mittagszeit die schlechteste Zeit zum Fotografieren ist. Sie erklärt: „Die Sonne steht direkt über den Köpfen und man bekommt Schatten unter den Augen. Ich suche nach einer gleichmäßigen Beleuchtung für Porträts. Wenn es mitten am Tag ist, was bei einer Hochzeit so oft der Fall ist, sucht man immer nach Bäumen“, erklärt sie.

 

Jeder Portraitfotograf hat seinen eigenen Stil, aber was für mich in 99% aller Fälle hilft, ist natürliches Licht. Vor allem die warmen, weichen, leuchtenden Farben, die du während der goldenen Stunde einfängst.
Natürlich kannst du Zeit investieren, um auch innen im Studio genau das richtige Licht zu erzielen, aber ein Fotoshooting im Freien ist eine Herausforderung und Erfahrung wie keine andere – genauso wie das Wetter, an das du dich anpassen musst.

 

Erzähle eine Geschichte durch die Augen deines Porträtierten.

Die Augen können uns so viel über eine Person verraten – über ihr Wesen, ihre Lebenseinstellung und darüber, wie sie sich zu dem Zeitpunkt gerade fühlen. Aus diesem Grund sind die Augen ein so wichtiger Faktor, wenn es um die Geschichte der porträtierten Person geht.

 

Goellner ist der Ansicht, dass einer der wichtigsten Tipps für die Porträtfotografie darin besteht, die Augen des Porträtierten scharf zu stellen: „Wenn man die Stirn oder den Pony von jemandem scharf stellt und die Augen unscharf sind, ist das automatisch tödlich,“ sagt sie, „es sei denn, man ist wirklich künstlerisch veranlagt.“ Über diese einfache, aber wichtige Erinnerung hinaus solltest du auch das Objektiv bedenken, mit dem du arbeitest.

 

Goellner sagt, dass die besten Objektive für Porträts sich sehr weit öffnen lassen. „Eine wirklich weite Blende lässt viel Licht herein und lässt den Hintergrund verschwommen erscheinen“, sagt sie. Weitwinkelobjektive und eine geringe Schärfentiefe helfen dabei, den Fokus auf das Motiv zu halten, anstatt ihn an Hintergrundelemente zu vergeuden, die vielleicht weniger wichtig sind. Goellners bevorzugtes Porträt-Objektiv ist ein 85 mm-Objektiv.

 

Ich persönlich finde, dass ein 80 mm-Objektiv perfekt ist, wenn ich ein Portraitbild erstelle, aber ich nutze eine größere Brennweite, wenn ich ein Ganzkörperbild erstelle (das ich wählen könnte, wenn ich einen Hintergrund nutze, der die Geschichte der Person wiederspiegelt).

 

Du kannst auch die Einstellungen der Blende ändern, um mehr aus den Augen der Person zu holen. Für diesen Ansatz würde ich empfehlen, f2.8 zu nutzen. Das isoliert die Porträtierten von dem Hintergrund und lässt die Augen somit starker hervorstechen.
 

Derek Boyd, ein Fotograf im pazifischen Nordwesten, empfiehlt, noch längere Brennweiten auszuprobieren: „Wenn du eine lange Brennweite hast und nahe an deinem Motiv bist, bekommst du eine sehr geringe Schärfentiefe“, sagt er. „Ein 200-Millimeter-Objektiv eignet sich also hervorragend für Porträtarbeiten. Im Grunde genommen nimmt man damit fast so nah wie möglich auf, und es sieht toll aus, weil der Hintergrund unscharf wird. Und die Komprimierung, die Teleobjektive verursachen – das ist eine kleine Verzerrung, die für Menschen sehr schmeichelhaft ist. Dadurch sehen die Nasen etwas kleiner und die Augen etwas besser aus. Das ist sehr schmeichelhaft. Es ist schwer zu beschreiben, aber jedes Mal, wenn man ein schönes Porträt wie bei einer Glamour-Aufnahme sieht, wird das fast immer mit einer sehr langen Brennweite gemacht. Nun, auf der anderen Seite hat man aber die weiten Brennweiten, das wären also 30 Millimeter und darunter. Wenn man mit einem Weitwinkelobjektiv ganz nah an jemanden herangeht, sieht der Kopf sehr groß aus und alles im Hintergrund sieht sehr klein aus, und man hat fast den Fischaugen-Effekt. Das ist nicht gerade schmeichelhaft. Man kann es für Porträts verwenden, aber es sieht albern aus.“

Junger Mann mit ernsten Miene porträt
Junger Mann in Doppelbelichtung
Junge Frau sieht verträumt mit Blume aus

Der Clou dabei ist die Möglichkeit, den Fokuspunkt zu wählen. Boyd erklärt: „Bevor ich mit einer richtigen Kamera, einer Spiegelreflexkamera, fotografierte, hatte ich nur bei Point-and-Shoot-Aufnahmen fotografiert, bei denen alles im Fokus steht. Ich denke, das ist der Unterschied zwischen einem Schnappschuss und einem echten künstlerischen Foto – das Hervorheben des Motivs. Das bedeutet nicht, dass man unbedingt eine geringe Schärfentiefe verwenden muss, aber bei einem professionellen Porträt wird das so sein. Und das erste Mal, wenn man es selbst so macht, ist es wie Magie. Dieser Look ist etwas, für das ich immer eine Schwäche haben werde. Mir gefällt immer ein Porträt mit einem völlig verschwommenen Hintergrund und schöne, scharfe Augen mit Gegenlicht, einem schönen Glitzern in den Augen."

 

Die besten Kameraeinstellungen für die Portraitfotografie.

Viele Fotografen beginnen damit, für ihre Aufnahmen automatische Einstellungen zu nutzen. Diese können am Anfang sehr hilfreich sein, weil sie dir Zeit geben, mit dem Motiv eine Verbindung aufzubauen und dich auf die Beleuchtung zu konzentrieren. Doch nach und nach willst du die Einstellungen am besten manuell anpassen. Dazu gehören:

 

  • ISO. Du musst den ISO-Wert auf die Tageszeit und Helligkeit der Umgebung anpassen. Ich arbeite normalweise mit ISO-Werten zwischen 400 und 800, wenn ich draußen bin. Vergiss nicht, dass ISO auch deine Blendeneinstellung und die Verschlusszeit beeinflusst.

  • Belichtungszeit. Diese Einstellung musst du erst richtig lernen. In der Portraitfotografie geht es darum, alles so lebensecht darzustellen wie möglich. Wenn du über- oder unterbelichtest, kann es schwer sein, das Bild mit der Bildbearbeitung zu retten. Mein Tipp wäre es, in einen Belichtungsmesser zu investieren.

  • Blendeneinstellung. Wie erwähnt kann die Blendeneinstellung dabei helfen, dein Motiv in den Vordergrund zu rücken und den Hintergrund unscharf darzustellen. Eine niedrige Schärfentiefe ist ein guter Ausgangspunkt dafür. Alles rund um die Augen der Person wird unfokussiert bleiben. Wenn der Hintergrund für die Geschichte des Fotos von Bedeutung ist, wähle eine höhere Schärfentiere, um ihn wieder hervorzuheben.

 

Du kannst auch die Blendenöffnung anpassen, um die Augen des Motivs hervorzuheben. Für diese Methode würde ich f2.8 empfehlen, was die Person vom Hintergrund isoliert und die Augen so in den Vordergrund rückt.

 

Pidgeon warnt davor, dass automatische Kameraeinstellungen deinen Fortschritt aufhalten könnten. “Ein Programm kann dir die Grundlagen beibringen, aber ich glaube nicht, dass man dabei sehr kreativ sein kann. Das Programm ist dazu da, dir zu versichern ‘damit wird es in Ordnung’. Aber wenn du dich mehr mit der Fotografie auseinandersetzen willst, möchtest du mehr als ‘in Ordnung’ erreichen. Du musst manuelle Einstellungen nutzen, um Nuancen zu erzielen. Das kann anfangs abschreckend sein, viele Menschen denken sich ‘Hey, dieses eine Programm funktioniert super. Ich erziele tolle Fotos in dieser Situation. Ich will das nicht verlieren’. Aber dann bist du auf einmal in einer anderen Situation und die Einstellungen funktionieren nicht mehr. Das Programm hat die Arbeit und Berechnung für dich erledigt und viele Entscheidungen getroffen. Und jetzt musst du wieder zurück zum Anfang und herausfinden, wie die Blendenzeit funktioniert.”

 

Manuelle Einstellungen zu erlernen und Zugriff auf die Feinheiten zu haben, bedeutet, dass du viel kreativere und künstlerisch interessantere Portraitfotos erstellst.
 

Und du kannst noch weiter gehen, als nur die Belichtung zu verfeinern. Alex Tan, ein in Los Angeles ansässiger Fotograf und Designer, ermuntert zu noch mehr Experimenten. Er sagt: „Ich finde es wirklich interessant, den Rahmen auszufüllen: Wenn es Teile eines Bildes gibt, die nicht unbedingt vollständig innerhalb des Rahmens sind, oder wenn es ein Motiv gibt, das sehr stark im Vordergrund steht und vielleicht ein Drittel des Rahmens ausfüllt. Ich habe das Gefühl, dass ich in letzter Zeit keine Porträts von Personen mehr gemacht habe, die vor wirklich sauberen Hintergründen perfekt im Rahmen zentriert sind, sondern eher: „Wie würde das aussehen, wenn die Kamera tatsächlich in diesem Raum wäre und sich hinter jemandem befindet oder einer Person über die Schulter schaut?“

Mann mit Kopfhörern redet mit Frau

All dies führt auf das grundlegende Element der Porträtfotografie zurück. Tan sagt: „Das ist wahrscheinlich eine allgemeine Faustregel für viele Fotografen: Die Geschichte ist das Wichtigste. Das ist der Grund, warum wir Dinge machen; der Grund, warum wir designen; der Grund, warum wir Filme machen; der Grund, warum wir schreiben – und ich würde die Leute wirklich dazu anregen, das nicht zu vergessen“.

Zabih vertritt denselben Gedanken und sagt: „Porträts sind interessant, weil man die Regeln oft sozusagen aus dem Fenster wirft. Wenn ich in der Lage bin, eine bestimmte Art von Emotion auf dem Foto einzufangen, habe ich das Gefühl, etwas Gewaltiges vollbracht zu haben. Ich mache Fotos, bei denen ich das Foto absichtlich verpfusche – bei denen ich die Verschlusszeit reduziere oder Ausschnitte in einer Weise aufnehme, die ich normalerweise nicht machen würde. Und solange es auf den Fotos Emotionen gibt, sind diese am Ende meine Favoriten. Das Coole an der Porträtfotografie ist, dass ein Bild nicht perfekt sein muss, um das beste Bild zu sein.“ 

 

Meine Top Tipps für die Portraitfotografie.

 

  • Fotografiere zu verschiedenen Tageszeiten. In Räumen zu fotografieren kann in einigen Fällen funktionieren, aber ich finde es schöner, im Freien zu fotografieren. Ich lerne mehr, wenn ich mit natürlichem Licht arbeite und sehe, wie es sich verändert.

  • Finde die richtigen Personen. Wenn du selbst die Kontrolle darüber hast, welches Motiv du fotografierst, wähle Personen, die dich interessieren. Die inspirierendsten Menschen sind die mit den besten Geschichten – und du kannst das in einem Bild herausstellen.

  • Investiere in deine Ausstattung. Deine Kreativität wird dich nur bis zu einem bestimmten Punkt voranbringen. Ausstattung und Software heben die Portraitfotografie auf das nächste Level. Ein Lichtmesser, Reflektoren und Diffusor sind für die Outdoorfotografie sehr hilfreich. Außerdem verwende ich 60% meiner Zeit als Fotograf mit der Fotografie und 40% mit der Bildbearbeitung, deshalb lohnt es sich, in ein gutes Bearbeitungsprogramm zu investieren. Ich nutze Adobe Lightroom.

 

Die Portraitfotografie-Partner von Adobe.

Derek Boyd. Professioneller Fotograf mit über 20 Jahren Erfahrung – sein Spezialgebiet ist die Immobilienfotografie.

Anna Jaye Goellner. Die Fotografin mit Basis in Los Angeles hat ein weitreichendes Portfolio aus Hochzeits-, Familien- und Lifestylefotografie.

Naba Zabih. Spezialistin für Hochzeitsfotografie und Bilder rund um das Thema Liebe und Verbindungen.

Alexander Tan. Kreativer Gestalter und Pädagoge aus LA, der Brands bei ihrer globalen Entwicklung hilft.

Shawn Ingersoll. Freiberuflicher Fotograf, Illustrator und Videograf mit Basis in Portland, Oregon.

Anthony Pidgeon. Interdisziplinärer Fotograf mit Spezialisierung auf Live-Musik-Fotoshootings, Lebensmittelfotografie und Landschaftsfotografie

 

Luke Stackpoole

Über die Autorin.

Rosie Matheson ist eine Freiberuflerin aus London und spezialisiert sich auf die Portraitfotografie.

Sie verbringt den Großteil ihrer Zeit mit Fotoshootings verschiedenster Menschen, von Models bis zu Musikern. 2016 wurde eines ihrer Bilder für das Portrait of Britain ausgewählt.

 

Hier findest du Rosies Werke:
 

rosiematheson.com

instagram.com/rosie_matheson

twitter.com/rosieyeah

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