Erwecke Aufsehen mit deinen Neonlicht-Aufnahmen

Von Fotos von Neonschildern bis hin zu mit Neonlicht beleuchteten Portraits – hier findest du Tipps, wie du in deinen Aufnahmen die nostalgische und gleichzeitig futuristische Ausstrahlung von Neonlicht am besten festhältst.

Porträtfoto einer Person mit Sonnenbrille vor einem Neonlicht

Eine Stimmung mit Neonlicht festhalten

Neonlicht-Fotografie ist jede Art von Fotografie, die Neonlichter zeigt. Neon kann Models auf andere, faszinierende Weise beleuchten oder als Motiv bei der Straßenfotografie in den Mittelpunkt rücken. Erfahre mehr über Neonlichtfotos und entdecke Techniken, mit denen du diesen farbenprächtigen Stil ausprobieren kannst.

 

Die zeitlose Faszination von Neonbeleuchtung

Neonschilder ziehen Aufmerksamkeit an – das können die strahlenden Lichter des Times Square in New York City sein, aber auch die Reklame der alten Bowlingbahn oder des Restaurants in deiner Stadt. Diese Lichtquellen, die 1910 erfunden wurden und in den 1930er und 1940er Jahren populär waren, bestehen aus verdünntem Neon, Helium, Kohlendioxid und anderen Gasen in elektrifizierten Röhren. Der Effekt, den sie erzeugen, schafft Spannung, die schon immer das Interesse von Videofilmern und Fotografen in vielen verschiedenen Bereichen geweckt hat.

 

Neon ist überall in der Populärkultur zu finden, von Alfred Hitchcocks Vertigo, wo Neon unheimliche Szenen beleuchtet, bis hin zur Tech-Noir-Mystery der in Neon getauchten Welt von Blade Runner. Wir bringen damit unweigerlich den Stil der Vergangenheit in Verbindung – aber mittlerweile feiert Neon sein Comeback, dank der Retro-Nostalgie, die durch beliebte Fernsehserien wie Stranger Things entstanden ist. Ob in Hollywood, Kunst oder Mode, der Vintage-Effekt von Neon – und seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen – kann Fotografen helfen, atemberaubende Aufnahmen zu machen.

 

Mit einer guten Komposition, deiner ganz speziellen Perspektive und den richtigen Techniken kann Neon eine ganz besondere Atmosphäre, eine energetische Stimmung oder eine unheimliche Ausstrahlung erzeugen. „Es vermittelt diese Nostalgie, weil viele Neonlichtschilder aus den 60er oder 70er Jahren stammen“, erklärt Fotograf Jesse McMinn. Und Fotograf Luis Acosta sagt dazu: „Es ist cool, neu und futuristisch“. „Es ist ein Trend, dem die Menschen folgen. Neon-Fotografie ist eine attraktive Möglichkeit, Licht in Fotos zu bringen. Aufnahmen bei Nacht können damit kreativ gestaltet werden.“

Foto eines Neonschilds am Eingang eines Restaurants
Eine Spiegelung eines Neonschilds auf der Motorhaube eines Autos, nachdem es gerade geregnet hat

Bilder von Jesse McMinn

Wo Nachtfotografie und Straßenfotografie aufeinander treffen

Wenn Neonschilder in einer Studioeinstellung aufgenommen werden, dann passiert das meistens dort, wo das Neon zuhause ist – in den Straßen der Stadt. Da du die Umgebung nicht kontrollieren kannst, wenn du auf der Straße fotografierst, musst du bereit sein, dich an deine Umgebung anzupassen. Das trockene Klima einer Straße voller Menschen in Las Vegas stellt eine andere Herausforderung dar als die Luftfeuchtigkeit in Hongkong oder ein regnerischer Piccadilly Circus in London.

 

„Hier in Florida finde man Neon meistens in Schaufenstern. Es gibt weniger Schilder. Neonlichter zu ersetzen ist teuer, sodass man sie in der Regel in Fenstern findet“, so McMinn. „Das Tolle daran ist, Neon durch das Glas aufzunehmen. Glas ist manchmal schmutzig oder es gibt Kondenswasser – weil die Luftfeuchtigkeit in Florida wirklich hoch ist –, sodass du diesen zusätzlichen integrierten Filter erhältst.“

 

Neonschilder zu fotografieren ist in der Regel eine Nachtaktivität, wenn mehr davon eingeschaltet sind. Achte darauf, dass deine Kameraeinstellungen für gute Nachtfotografie optimiert sind. 

 

Kameraeinstellungen für Neon bei Nacht

Eine höhere ISO-Einstellung, die die Empfindlichkeit deines Kamerasensors gegenüber Licht anpasst, hilft dir bei Aufnahmen mit schwachem Licht. Niedrigere Verschlussgeschwindigkeiten, die mehr Licht in die Kamera lassen, können auch für Nachtaufnahmen von Vorteil sein. Wenn du dich für geringere Verschlussgeschwindigkeiten entscheidest, solltest du ein Stativ verwenden, um bei Nacht scharfe Aufnahmen zu erhalten – je langsamer die Verschlussgeschwindigkeit, desto höher ist die Bewegungsunschärfe, wenn die Kamera nicht ruhig gehalten wird.

 

Mach die Aufnahmen im manuellen Modus, um deine Einstellungen besser kontrollieren zu können. „Je höher der ISO-Wert, desto mehr Körnung entsteht in deinen Aufnahmen. Manchmal kann man das hinnehmen“, erklärt Acosta. „Aber wenn du im RAW-Modus fotografieren, kannst du mehr nachbearbeiten. Man kann das schwache Licht immer kompensieren."

 

Für die Blendeneinstellung verwendet Acosta einen niedrigen Blendenwert, etwa f/1.8, damit die Kamera so viel Licht wie möglich hereinlassen kann. 

 

Für dunklere Umgebungen kannst du eine Verschlusszeit von 1/60 oder sogar bis zu 1/15 verwenden, wenn dein Motiv sehr unbewegt ist oder du ein Stativ verwendest. Für nicht gestellte Nachtaufnahmen solltest du eine schnellere Verschlussgeschwindigkeit wählen. Beachte, dass höhere Geschwindigkeiten weniger Licht in die Kamera lassen. Um eine nicht gestellte Szene festzuhalten, solltest du 1/100 oder schneller verwenden. Achte jedoch darauf, dass das Licht, das auf deinen Kamerasensor trifft, dadurch begrenzt werden könnte.

Drei Porträtfotos von Personen neben einem Neonlicht

Nutze den Neonstil für die Portrait-Fotografie

Die spannungsgeladenen Pink-, Blau- und Grüntöne von Neonlichtern liegen voll im Trend und sorgen gleichzeitig für eine unverwechselbare Ergänzung deiner Portraitaufnahmen. „Wenn du mit Neon fotografierst statt mit einer normalen Beleuchtung, erhältst du mehr Stimmung und Gewicht“, erklärt McMinn. Werde kreativ und gib einem Social-Media-Profilfoto ein völlig neues Aussehen oder füge einem Editorial-Porträt Farbe hinzu.

 

„Um mich auf ein Neonlicht-Shooting vorzubereiten, informiere ich mich genau darüber, wo das Licht ist, und wann ich mit dem Model dorthin gehen möchte. Außerdem überlege ich, was ich machen möchte, und welche Gadgets ich dafür verwenden kann“, sagt Acosta. Auch wenn du immer dasselbe Neonlicht verwendest, geben dir diese Faktoren Raum für Kreativität.

 

Große Porträts zeigen die Persönlichkeit eines Motivs. Die Porträtbeleuchtung kann für Fotografen eine maßgebliche Entscheidung beim kreativen Storytelling sein, um die gewünschte Stimmung festzuhalten. Lichtreflektoren sind ein perfektes Werkzeug, wenn du Neonporträts aufnehmen möchtest. Sie sorgen dafür, dass du genug Licht auf deine Motive lenken kannst, ohne den Hintergrund zu stark abzudunkeln. Du kannst einen Reflektor oder eine LED-Leuchte verwenden, um das Motiv gut auszuleuchten und im Fokus zu halten, während du einen Bokeh-Effekt erzeugst, der die Lichtquellen hinter deinem Motiv weichzeichnet. 

 

Das Timing für deine Neonaufnahmen

Während Porträtfotografen die goldene Stunde vor dem Sonnenuntergang lieben, ist für Neonfotos mit einem Model die blaue Stunde am besten geeignet. Die blaue Stunde beginnt unmittelbar nach dem Sonnenuntergang. Auch in einer Umgebung mit schwachem Licht bildet der blaue Dämmerungston des Himmels zu dieser Zeit den perfekten Hintergrund für Aufnahmen mit Neonbeleuchtung.

 

„Man bekommt immer noch ein bisschen Sonnenlicht in der blauen Stunde – es ist nicht ganz dunkel“, sagt Acosta. „Aber es ist dunkel genug, dass man Neonlichter sehen kann. Aus diesem Grund musst du dir um deine Kamera keine größeren Gedanken machen. Man kann sehr gute Belichtungen erzielen. Wenn du zu dieser Zeit fotografieren kannst, dann solltest du das tun.“

Ein Porträtfoto einer Person neben einem Neonschild, das rechts unten im Foto eingeblendet ist

Bild von Luis Acosta

Du kannst mit einfachen Mitteln anfangen

„In letzter Zeit habe ich mich mit der Ausrüstung beschränkt“, erklärt McMinn. „Ich gehe raus und versuche, einfach kreativ zu sein. Es hilft mir ganz allgemein, ein besserer Fotograf zu sein. Ich bewege mich umher, um verschiedene Winkel zu finden, z. B. einen Seitenwinkel mit Reflexion oder Kondensation. Ich schau einfach, welche Effekte ich mit der Kamera aufnehmen kann, und was ich mit meinen Augen sehe.“

 

Lass dich also nicht durch mangelnde Technik oder eine einfache Kamera zurückhalten. Viele Fotografen, die mit Digitalkameras von Nikon, Canon, Sony oder anderen arbeiten, haben bescheiden angefangen. „Ich habe anfangs mit einem iPhone Fotos gemacht. Und das war gut. Ich habe gelernt, Kompositionen zu schaffen“, erklärt McMinn. „So lernst du am besten – durch praktische Übung und durch Fehler. Denk nicht über den Kleinkram nach und fotografiere einfach weiter.“

 

McMinn empfiehlt jedoch, über kurz oder lang zu einer Kamera zu wechseln, wenn du ernsthaft an Fotografie interessiert bist. Eine gute Digitalkamera ermöglicht dir, im RAW-Modus zu fotografieren. Dadurch erhältst du mehr Bilddaten, mit denen du bei der Bearbeitung deiner Aufnahmen arbeiten kannst.

Eine Collage aus mehreren Fotos von Neonlichtern und Porträts von Leuten neben einem Neonlicht

Bearbeite mit Neonlicht beleuchtete Aufnahmen, um sie noch attraktiver zu machen

Während du durch Ausprobieren lernst, solltest du auch in der Lage sein, schnell eine Vorschau deiner Aufnahmen zu erhalten und sie zu organisieren. Mit Adobe Photoshop Lightroom ist es ganz einfach, deine Fotos zu überprüfen, zu organisieren und Massenbearbeitungen durchzuführen.

 

„Ich lade alle meine Fotos in Lightroom hoch und korrigiere Schatten, Belichtung und Glanzlichter“, so Acosta. „Dann kann ich gegebenenfalls sogar Farben ändern. Wenn ich das Violett hier nicht möchte, nehme ich es einfach heraus.“

 

Der Weißabgleich ist eine Einstellung, die angepasst werden kann, um sicherzustellen, dass weiße Objekte auf deinen Bildern weiß erscheinen. Du kannst den Weißabgleich in der Kamera anpassen oder ihn bei der Nachbearbeitung in Lightroom optimieren. Passe den Weißabgleich an, um kühle blaue oder warme gelbe Farbtöne in deinen Neonfotos zu erhalten.

 

Mit den Reglern „Dynamik“, „Farbton“, „Sättigung“ und „Luminanz“ in Lightroom kannst du die Farben in deinen Neonaufnahmen anpassen und optimieren. Sobald du die gewünschten Einstellungen gefunden hast, kannst du sie als Voreinstellung in Lightroom speichern, um sie später für weitere Fotos in deinem Bestand oder für zukünftige Aufnahmen zu verwenden.

 

Mit Lightroom kannst du Fotos auch unterwegs bearbeiten. „Ich übertrage hauptsächlich alles mit Adobe Lightroom auf mein Smartphone und bearbeite es auf dem iPhone 12. Dann werden die Fotos einfach toll“, sagt McMinn. „Es ist einfach, dort alles für soziale Medien zu bearbeiten.“

 

Weitere Möglichkeiten, deine Neonfotos zu verbessern

Wenn du Neonfotos mit einem Motiv im Vordergrund und Neonschildern im Hintergrund aufnehmen und dabei den Fokus behalten möchtest, kannst du Lightroom verwenden, um Aufnahmen zu fokussieren (Fotos mit verschiedenen Brennpunkten zu einem einzigen Bild kombinieren), um Kompositionen zu erstellen, die ganz klar aussehen.

 

Oder optimiere das Konzept und kombiniere Fotos in Adobe Photoshop, um atemberaubende Kompositionen mit Neonlichtern zu erstellen.

 

Nimm unterwegs geniale Bilder auf und erwecke deine Neonträume mit Lightroom und Photoshop zum Leben.

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