Adobe® PostScript® 3™* ist der weltweite Standard für Druck und Bilder. Die Programmiersprache PostScript wurde von Adobe Systems ursprünglich dazu entwickelt, komplexe Grafikdruckanweisungen an digitale Drucker zu übermitteln. Heute ist sie in vielen Laserdruckern enthalten und wird dort zum Drucken von Raster- und Vektorgrafiken in hoher Qualität verwendet.
Eine wesentliche Eigenschaft der PostScript-Sprache liegt in der Tatsache, dass sie geräteunabhängig ist. Dies bedeutet, dass unabhängig von Auflösung oder Render-Methode des Ausgabegeräts qualitativ hochwertige Bilder gedruckt werden können und gleichzeitig die Gerätefunktionen voll ausgenutzt werden. Das Adobe Portable Document Format (PDF) ist eine etwas strukturiertere und kompaktere Variante der PostScript-Sprache. Fast alles, was mit PostScript möglich ist, ist auch mit PDF möglich.
Type 1-Schriftarten sind eine spezielle Form des PostScript-Programms und sind das eigentliche Originalformat, das auf allen PostScript-Druckern zur Zeichendarstellung verwendet wird. Die PostScript-Sprache wurde später erweitert und unterstützt seitdem die jüngeren TrueType- und OpenType®-Schriftartenstandards. Jedes neue Adobe PostScript-Gerät unterstützt heute alle drei Schriftartenstandards.
Adobe PostScript Type 1 ist ein weltweiter Standard für digitale Schriftarten (International Standards Organization, Konturschriftarten, ISO 9541). Dieser Standard wurde von Adobe Systems zunächst zur Verwendung in PostScript-Druckern entwickelt. Obwohl Adobe der führende Entwickler und Produzent von Type 1-Software ist und alle Standards für Type 1 hält, haben Hunderte Unternehmen mehr als 30.000 Schriftarten im Type 1-Format entwickelt und veröffentlicht.
Das Type 1-Schriftartenformat wird von allen Plattformen erkannt, von Mikrocomputern bis hin zu Mainframes. Es kann auf praktisch allen Druckern ausgegeben werden, entweder direkt über einen eingebauten Interpreter für die PostScript-Sprache oder über zusätzliche Software wie z. B. Adobe Type Manager® (ATM®). Die ATM-Technologie ist bereits in Microsoft® Windows® 2000 und Mac OS X enthalten. Seit fast zwei Jahrzehnten ist Type 1 das bevorzugte Format der Grafik-Design- und Verlagsindustrie.
TrueType ist ein Standard für digitale Schriftarten. Dieses Format wurde von Apple Computer entwickelt und später an die Microsoft Corporation lizenziert. Beide Unternehmen haben unabhängig voneinander Erweiterungen für TrueType erstellt. Das Format wird sowohl unter Windows- als auch unter Macintosh-Betriebssystemen eingesetzt. Wie Type 1 kann auch das TrueType-Format zum Entwickeln neuer Schriftarten verwendet werden.
OpenType ist ein neues, plattformübergreifendes Format für Schriftdateien, das gemeinsam von Adobe und Microsoft entwickelt wurde. OpenType löst die von Microsoft erstellten Open-Erweiterungen des TrueType-Formats ab. OpenType-Schriftarten können entweder PostScript- oder TrueType-Konturen enthalten. Eine OpenType-Schriftart ist eine einzige Datei, die ohne Konvertierung sowohl auf Macintosh- als auch auf Windows-Plattformen verwendet werden kann. OpenType-Schriftarten haben gegenüber früheren Schriftartenformaten viele Vorteile, denn sie enthalten mehr Glyphen, unterstützen mehr Sprachen (OpenType verwendet den Unicode-Standard zur Zeichenverschlüsselung) und unterstützen zahlreiche typografische Sonderfunktionen wie Kapitälchen, Mediäval-Ziffern und Ligaturen – alles vereint in einer einzigen Schriftart.
Mit Adobe InDesign® und Adobe Photoshop® 6.0 unterstützten Anwendungen erstmals die OpenType-Funktionen. In OpenType-Layouts können Sie Funktionen wie Mediäval-Ziffern oder echte Kapitälchen erzeugen, indem Sie einfach ein Format auf einen Text anwenden. In den meisten Anwendungen, die solche Funktionen nicht aktiv unterstützen, können OpenType-Schriftarten genau wie andere Schriftarten eingesetzt werden, wenn auch die Layout-Eigenschaften von OpenType nicht zur Verfügung stehen.
OpenType mit PostScript-Konturen wird von den jüngsten Versionen des Adobe Type Manager unterstützt und ist integraler Bestandteil von Windows 2000. Apple hat ebenfalls eine OpenType-Unterstützung angekündigt und bietet japanische Systemschriftarten für Mac OS X im OpenType-Format mit PostScript-Konturen an.
Adobe-Schriften bieten folgende Vorteile: