Wie lange dauert es, bis ein Film fertig ist?

Von der Idee bis zur Veröffentlichung kann das Filmemachen viel Zeit erfordern. Entdecke, was dich erwartet, wenn du dir vornimmst, einen Film zu drehen.

Collage aus verschiedenen Standbildern aus Science-Fiction-Filmen

Was ist der durchschnittliche Zeitrahmen beim Filmemachen?

Die Filmproduktion erfolgt in Phasen, und die Zeit, die erforderlich ist, bis ein Film alle Phasen durchlaufen hat, kann stark variieren. Während für die meisten Filme zwischen ein paar Monaten und ein paar Jahren nötig sind, um von der Vorproduktion bis zur Veröffentlichung zu kommen, hat es bei einigen Filmen aber dann doch etwas länger gedauert.

 

Ein solcher „Ausreißer“ ist The Other Side of the Wind von Orson Welles. Die Dreharbeiten zu diesem Film begannen bereits 1970, aber aufgrund rechtlicher und finanzieller Probleme kam er erst 2018 in die Kinos. Es gibt viele Dinge, die die Zeitleiste beeinflussen können, aber wenn du weißt, welche Art von Film du machen willst, kannst du besser abschätzen, wie lange es dauern wird, bis er fertig ist.

Wie lange dauert es, bis verschiedene Arten von Filmen fertig sind?

Die meisten Filmemacher lernen ihr Handwerk, indem sie Kurzfilme drehen, bevor sie zu Spielfilmen übergehen. Wie lange die Herstellung eines Spielfilms dauert, hängt stark vom jeweiligen Genre ab.

 

Independent-Filme

Für Independent-Filme stehen in der Regel nur kleine Budgets zur Verfügung, sodass die Produktionszeit – der teuerste Teil des Filmemachens – kürzer ist. „Für einen Independent-Film braucht man etwa drei bis sechs Monate für die Vorproduktion und ein bis zwei Monate für die Dreharbeiten, und dann vielleicht sechs Monate bis ein Jahr für die Postproduktion“, weiß Kameramann Hiroshi Hara.

 

Liebesfilme

Bestimmte Produktionsfirmen drehen massenhaft Liebesfilme an beliebten Urlaubsorten. Dabei werden nur ein paar Wochen für die Produktion eingeplant und dann erfolgt ganz schnell der Schnitt, sodass ein im Sommer gedrehter Film bis Weihnachten auf Netflix laufen kann. Für Liebesfilme werden in der Regel weniger Action-Szenen oder Spezialeffekte sowie weniger Sets und Schauspieler benötigt, sodass sie schnell gedreht werden können.

 

Drama

Diese Filme können je nach Budget und Umfang des Films stark variieren. Ein Kammerspiel, das von einem Paar in Los Angeles handelt, kann recht schnell entstehen, wogegen ein Historiendrama aufwändige Kostüme und Sets erfordert, für die viel Zeit benötigt wird. Für ein Kriegsepos kann das Anheuern und Koordinieren von hunderten von Statisten und schwierigen Stunts nötig sein, was jeweils die Produktionszeit enorm verlängert.

 

Superhelden-, Science-Fiction oder Action-Filme

Weil ein Großteil der Action mit VFX erstellt wird, benötigen DC- und Marvel-Filme und Franchise-Epen wie Star Wars-Filme viel Zeit in der Postproduktion. Dennoch können diese großen Filme angesichts der enormen Ressourcen eines großen Studios relativ schnell entstehen. Für Avengers: Endgame waren nur fünf Monate Produktionszeit nötig, und der Film kam schon 15 Monate später in die Kinos.

 

Animation

Animationsfilme dauern in der Regel länger als Realfilme, aber das hängt davon ab, wie viele Animatoren im Team sind. Für einen Animationsfilm in Spielfilmlänge von Pixar oder Disney können fünf Jahre erforderlich sein, in denen mehr als 100 Animatoren mehrere Monate lang zusammenarbeiten.

Verschiedene Skizzen von Science-Fiction-Robotern für einen Film

Die vier Phasen der Filmproduktion.

Ideenentwicklung

Diese Phase beginnt mit dem ersten kreativen Funken. Der Filmemacher greift die ursprüngliche Idee auf und fängt an, eine Skizze und dann ein grobes Drehbuch zu schreiben und denkt über das Team nach, das er zusammenstellt. Das kann mehrere Monate dauern. Dies ist die Phase, in der du deine Meinung über das jeweilige Projekt noch ändern kannst, ohne Geld zu verlieren.

Zwei Menschen sitzen auf Stühlen, halten Papierblätter in der Hand und reden miteinander

Vorproduktion

Diese Phase sollte weniger als ein Jahr dauern. Der Produzent und der Regisseur heuern die Crewmitglieder an, angefangen bei den Leitern der einzelnen Abteilungen. Diese Abteilungsleiter heuern dann den Rest der Crew an, sie organisieren das Vorsprechen und Einstellen der Schauspieler, sie suchen Drehorte aus und beginnen mit dem Set- und Kostümdesign.

 

Das Produktionsteam plant die Produktion. Die Drehbuchautoren nutzen die Zeit für Überarbeitungen, und der Regisseur und Kameramann erstellen ein Storyboard für die einzelnen Szenen. Die Produzenten planen ein Budget und kümmern sich um die nötigen finanziellen Mittel.

 

„Man muss sich in der Vorproduktion wirklich Zeit nehmen und dafür sorgen, dass alles gut vorbereitet ist“, weiß Regisseur und Autor David Andrew Stoler. Je mehr du planst, einschließlich der Proben, der Planung einzelner Szenen und der Erstellung eines detaillierten Drehplans, desto weniger Überraschungen wirst du während der Produktion erleben und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das Budget überschreitest. 

Ein Filmset mit einer Crew von Leuten, die einen Schauspieler vor einem Greenscreen aufnehmen

Produktion

Für einen durchschnittlichen Film dauert der eigentliche Dreh des Materials in der Regel zwischen einem und drei Monaten. Die tatsächliche Zeit hängt von der Länge des Drehbuchs ab, aber in dieser Phase geht es nur langsam voran. „Eine oder zwei Drehbuchseiten brauchen einen ganzen Tag zum Filmen“, berichtet Kamerafrau Margaret Kurniawan.

 

Diese Schätzung kann stark variieren, abhängig von der Anzahl der verschiedenen Kamera-Setups und Szenen, die du drehen musst, sowie von den Arten der Szenen. Sequenzen, die präzise choreografierte Action, Stunts oder Pyrotechnik vorsehen, können doppelt so lange dauern wie Szenen, in denen Menschen einfach nur miteinander reden.

 

Es hat sich in der Praxis bewährt, sich mehr Zeit zum Drehen von Szenen zu geben, als man eigentlich dafür veranschlagt. „Was auch immer dein Aufnahmeleiter sagt, plane einfach mehr Zeit ein. Gib dir selbst so viel Raum wie möglich für Dinge, die länger dauern, als du gedacht hast“, sagt David Andrew Stoler.

 

Postproduktion

In gewisser Hinsicht ist die Postproduktion ein Neustart des Filmprozesses. Egal, was im Drehbuch stand: Was in dieser Phase zählt, ist das Video- und Tonmaterial, das die Crew aufgenommen hat. Nachdrehs sind aufgrund von Budget- und Zeitbeschränkungen oft nicht möglich, daher ist das Ziel oft, mit Hilfe von Videoschnitttechniken aus dem vorhandenen Material den bestmöglichen Film zu gestalten.

 

Es dauert durchschnittlich sechs bis zwölf Monate, um vom Rohmaterial zum fertigen Schnitt zu gelangen. Diese Phase umfasst auch das Hinzufügen von CGI- oder anderen Spezialeffekten, Motion Graphics für die Titelsequenzen, Farbkorrektur, Audiomischung und das Hinzufügen und Bearbeiten von Musik oder anderen Soundeffekten.

Das Menü für Farbeffekte in Adobe Premiere Pro über einem Bild mit einem Erwachsenen und einem Kind in Raumanzügen

Beschleunigen der Postproduktion.

Mit Adobe Premiere Pro, der branchenüblichen Videobearbeitungssoftware, stehen dir alle Werkzeuge zur Verfügung, die du brauchst, um dein Rohmaterial in kürzester Zeit in einen veröffentlichungsreifen Film zu verwandeln. Du kannst die Szenen-Bearbeitungserkennung so einrichten, dass Adobe Sensei AI verwendet wird, um Schnitte oder Markierungen hinzuzufügen und Anpassungen schneller anzuwenden.

 

Du kannst auch deine gesamte Farbabstufung und -korrektur in Premiere Pro durchführen. Mit benutzerfreundlichen Werkzeugen direkt in deinem Videoeditor bietet der Lumetri Color-Arbeitsbereich alles, was du brauchst, um die richtige Stimmung für jede Szene zu erzeugen.

 

Premiere Pro arbeitet außerdem nahtlos mit anderen Adobe-Anwendungen zusammen, sodass du jeden Aspekt der Postproduktion beschleunigen kannst. Finde und kaufe Adobe Stock-Audiospuren im Bedienfeld „Essential Sound“ von Premiere Pro oder bearbeite Audio in Adobe Audition, um es in deinem Film zu ergänzen.

 

Spare Zeit bei der Postproduktion – mit Adobe After Effects. Erstelle Grafikanimationen und andere visuelle Effekte und exportiere deine Kompositionen in Premiere Pro. Mit Dynamic Link werden alle Änderungen, die du in After Effects vornimmst, in dein Projekt in Premiere Pro übernommen.

 

Das Filmemachen ist eine Arbeit, die viel Liebe verlangt, und es erfordert die Anstrengung und Zusammenarbeit vieler Menschen. Und es nimmt viel Zeit in Anspruch, also je früher du anfängst, desto besser.

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