Die Produktion planen.
Unabhängig vom Endprodukt wird in dieser Phase aber auch das Produktionsteam zusammengestellt: Kameraleute, Tontechniker*innen, Schauspieler*innen, Produzent*innen, Regisseur*innen, Maskenbildner*innen und viele weitere. Das technische Equipment, das benötigt wird, muss definiert werden, Locations müssen ausgesucht, Kulissen gebaut, Kostüme ausgewählt werden. Kosten- und Finanzierungspläne müssen erstellt werden – auch das variiert natürlich stark je nach Umfang und Art des zu drehenden Filmes. Die technischen und organisatorischen Schritte, die den eigentlichen Dreharbeiten vorausgehen, sind also nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst gibt es Filmproduktionsfirmen für große und kleine Filmprojekte.
Der Filmdreh: die Produktion.
Wenn die Planung abgeschlossen ist, startet die Produktion des Films – die Dreharbeiten. Die Dauer der Produktion hängt davon ab, wie viele Szenen abgedreht werden müssen oder an wie vielen Locations oder Tagen gedreht wird. Eine akribische Planung und Vorbereitung durch die Filmschaffenden kann für einen reibungslosen Ablauf bei den Dreharbeiten sorgen – dennoch sollte man auf alle Eventualitäten eingestellt sein und einen Plan B parat haben.
Nachbearbeitung und Filmgestaltung: die Postproduktion.
Nach den Dreharbeiten startet die Postproduktion, in der das gesammelte Filmmaterial nachbearbeitet und in seine finale Form gebracht wird. Zuerst wird das gesamte aufgenommene Material gesichtet und gefiltert, welche Aufnahmen geeignet sind. Dabei orientiert man sich am Drehbuch und erstellt einen ersten Grobschnitt der Filmbilder.
Im Feinschnitt wird dann das Material Frame für Frame betrachtet und die exakten Schnitte gesetzt. Es werden Übergänge und Blenden gesetzt.
Beim Compositing werden getrennt voneinander aufgenommen Bildsequenzen und virtuelle Effekte (VFX) zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Filmszenen, die vor einem Greenscreen gedreht wurden, werden nachträglich so bearbeitet, dass die grünen oder auch blauen Hintergründe beim sogenannten Chroma Keying durch andere Bilddaten ersetzt werden.
Um dem Film eine bestimmte Farbstimmung zu verpassen, wird das Color Grading vorgenommen. Farbkorrekturen, wenn beispielsweise bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gedreht wurde, können ebenfalls in der Postproduktion umgesetzt werden.
Das Sounddesign kann dann angegangen werden, wenn die Bilddaten final abgestimmt sind. Beim Sounddesign geht es um die Vertonung des Films durch Musik und Sprechertexten, das Hinzufügen von Geräuschen und Soundeffekten (SFX). Nachträglich aufgenommen O-Töne werden via Voice-over-Technik eingesetzt.
Für den Schnitt eines Films werden Schnittprogramme wie Adobe Premiere eingesetzt. Besondere Effekte oder Texteinblendungen können mit Adobe After Effects erstellt werden.
Den Aufwand für die Postproduktion sollte man nicht unterschätzen und sich viel Zeit nehmen, schließlich stellt der Filmschnitt nicht nur die reine Konstruktion des Filmes dar, sondern sorgt auch für die Dramaturgie und den Stil des Filmes.